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Manchmal möchte ich dieses Blog mit "Moin Blog." begrüßen, es wächst mir ans Herz, so langsam, obwohl ich es nicht mal anfassen kann. Da freue ich mich schon fast darüber, dass mich diese unglaubliche Pollenschwemme trotz strahlendem Sonnenschein in der Bude hocken lässt. Schlimm. Also schnapp ich mir die dicksten Pillen, die die Augen wieder klar machen, die Nase abschwellen lassen und die Ketten von der Brust nehmen und schleich mich zu Verwandten (via). "Bis denne Blog."
 
Fr, 21.04.2006 |  # | (1677) | 24 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fetzen



 

Herr Zweifel wohnt im Strandkorb links

Es gibt so Tage, wie diesen heute, der eigentlich gestern schon begann, da bin ich einfach mal ein falscher Fuffziger, sitze am Strand, lausche den leise auf und ab rollenden Wellen und lasse unzählige, in den letzten Wochen extrem angeschwollenen, Gedanken wie Sandkörner durch meine Finger rieseln. Klingt komisch, ist aber so. Es ist nicht immer einfach, da eine gewisse Ordnung rein zu bringen, mein Schreibtisch ist aufgeräumter, aber irgendwie klappts dann doch immer wieder, das Blog ist ja so ein toller Therapeut.

Gestern hörte ich so im vorbeigehen einen kurzen Beitrag über Clemens Meyer, den ich nicht kenne, schon gar nicht persönlich, aber es gefiel mir, was ich da hörte und es weckte in mir Erinnerungen an ein komisches, nein, nicht komisches, bewegtes Jahr, das für mich persönlich, meine Umgebung und überhaupt global so turbulent war und irgendwo im Hinterkopfe schlummern diese kleinen Geschichten, die damals nur Randbemerkungen, aber doch letztendlich ein Teil des Ganzen, waren.

An dieser Stelle kommt Herr Zweifel ins Spiel. Der mischt sich überall ein, hat immer was zu sagen und stellt mir genau diese eine Frage:

"Was willst du machen, mit diesen kleinen Geschichten?"

Ja was denn? Ich könnte sie mir in ein Notizbüchlein kritzeln, immer mit mir rumschleppen und dann und wann einen einsamen oder zweisamen Blick rein werfen. Ich könnte sie auch im stillen Kämmerlein des Hinterkopfes ruhen lassen, bis sie alt und ranzig werden, aber das schmeckt doch gar nicht, im Kopf. Und das soll es ja eigentlich. Im Kopf schmecken. Ich könnte sie auch hier verwursten, aber Blogs erscheinen mir oft so oberflächlich, kurze Einträge scheinen meist der Renner zu sein, längere Texte werden gern links liegen gelassen, lesen ist anstrengend, mitdenken noch viel mehr.

"Aber Herr Zweifel, was legen Sie mir da für Gedanken in den schon überschweren Kopf? Sind wir beim Friseur, dass wir sie alle über den gleichen Kamm scheren müssen? Was ist mit dem Korrektiv der wirklich interessierten Leser, die es doch hoffentlich gibt. Gibt es doch? Die, die Krummes wieder gerade biegen oder Gerades ein wenig krümmen können, den Blickwinkel ändern, die Sichtweise schärfen."

Da bleibt er stumm, der alte Mann, hat nichts mehr zu sagen, zweifelt weiter im Stillen. Was solls, ich kann es nicht ändern, das sie jetzt da rumspuken, die ollen, aber immer noch schönen, Kamellen. Vielleicht packe ich sie ja tatsächlich aus, igendwann mal. Wenn die Sandburg fertig ist.
 
Do, 20.04.2006 |  # | (552) | 14 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Spielereien

Nach Breezy Badger kommen nun also Dapper Drake und Edgy Eft. Aha.
 
Do, 20.04.2006 |  # | (771) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: technik und so



 

Liebes Tagebuch,

es gibt Sachen auf dieser unseren Welt, die absolut untertützenswert und sicherlich auch wichtig für das weitere Fortkommen der Menschheit sind. Manchmal sind es nur die Kleinigkeiten, die uns weiter bringen, kleine Dinge, die Großes bewirken können, auch wenn sie noch so komisch klingen. Deshalb schreib ich dir hier eine Bitte rein, an die du mich gnädigst erinnern darfst, wenn die Zeit gekommen ist. Danke.

Zählen Sie am Wochenende vom 5. bis 7. Mai zu einer Stunde Ihrer Wahl alle Vögel, die Sie in Ihrem Garten entdecken. Melden Sie uns Ihre Ergebnisse bis zum 10. Mai.

Das Bufflon
 
Do, 20.04.2006 |  # | (1308) | 16 K | Ihr Kommentar | abgelegt: dinge, die die welt nicht braucht



 

Termine, Termine, Termine

Der alltägliche Wahnsinn schleicht um einen herum und dann auch noch dieser ganzen Pollenmist, die Überempfindlichkeit gegen die natürliche Umwelt hat doch sicherlich mit ihrer stetigen Verschmutzung, der Vergiftung der Lebensmittel und so weiter und so fort, zu tun. Jetzt wirds wirklich Zeit für den Almauftrieb, in luftige Höhen, ohne Blütenstaub, mit schönem Ausblick und abendlichen Alpenglühn. Ach wär das schön. Und das, obwohl ich ja eigentlich ein Meeresmensch, sorry, Meeresbufflon bin.

Na dann mal ran.
 
Mi, 19.04.2006 |  # | (494) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

Wer hat eigentlich beschlossen, dass so ein Fest anlässlich der angeblichen Wiederauferstehung einer einzelnen, wenn auch nicht ganz unbedeutenden, Person der Zeitgeschichte, in besinnungsloser Völlerei ausarten muss? Die Weide war überfüllt mit Schlemmereien, Familienmitglieder aus allen Himmelsrichtungen haben sich zu einer riesigen Herde zusammen gefunden und ein unangenehmes Sodbrennen hält bis heute vor.

"Du hast Farbe bekommen."

Na klar, hab ich. An einem Tag schien sogar durchgängig die Sonne und man konnte sich die Nase bedingungslos in selbiger bruzzeln lassen. Na gut, das ist vielleicht ein wenig übertrieben.

Selbstzufriedenheit macht sich trotzdem breit, positive, eine willkommene Antriebsfeder, wenn man so will. Genauso wie die kurze Verführung am Karfreitag, von der dunklen Schönheit mit den tollen Kurven, die den Proll im Bufflon erweckte. Dreihundert Pferde am Zügel zu haben, ist nicht alltäglich, ein Augenschlag bis Tempo Hundert, ein kurzer Atemzug und der Drehzahlmesser war jenseits der sechstausend. Auch das macht ein Bufflon zufrieden, es ist eben auch nur ein Mensch.
 
Di, 18.04.2006 |  # | (974) | 9 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fetzen



 

So, ich mach jetzt einen auf Osterhasen, also nicht mit Puschelschwänzchen oder so, das wäre zu affig, aber trotzdem ganz gemütlich, Familie soll wohl auch dabei sein, ich hoffe aber, dass die Kiepe nicht zu schwer auf dem Rücken wird. Ach ja, die Fastenzeit ist dann wohl auch demnächst zu Ende, oder? Wohl bekomms und frohe Ostern.
 
Do, 13.04.2006 |  # | (910) | 1 K | Ihr Kommentar | abgelegt: the core



 

Mehr Chili

Ich mag ja chili con carne und scharfe Soßen auf leckerem Essen. Und früher wollte ich öfter mal aussehen wie Anthony Kiedis. Deshalb freue ich mich auch auf den Mai, da wirds nicht nur wärmer und geburtstagiger, sondern es gibt auch noch gute Musik aufs Ohr. Mit red hot chili.
 
Do, 13.04.2006 |  # | (949) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: mini



 

Selbstreferenzielle Bloggerei hat den Vorteil, dass die Contentmaschine immer wieder neuen Output generiert, man hat irgendwie immer etwas an sich herum zu mäkeln, seltener etwas zu loben und es findet sich immer eine persönliche Sau, die man durch sein eigenes blogdings jagen kann. Heute zehre ich auch mal davon und schreib mir was über mich ins Notizbuch.

Die gemeine Erkältung ist eine leider unvermeidliche Volksseuche und selbst des harten Manne Tod. Frau leidet vielleicht, nur ein wenig und im stillen Kämmerlein, genießt die kleinen Seelenstreicheleien evtl. vorhandener Lebensabschnittsbegleiter, lässt sich aber nicht von häuslichen Verpflichtungen abbringen, es könnte schlimmer kommen. Mann dagegen leidet bis ins unermessliche. Er durchlebt die verschiedenen Phasen der Erkältung mit einer Hingabe, die Frau sich manchmal auch im gesunden Leben wünschen würde. Er ist zu nichts mehr im Stande, häusliche Verpflichtungen liegen brach ("Schaaatz, kannst du bitte die Kinder heute in die Kita bringen? Meine Beine sind weich wie Butter. Brrr."), er wünscht sich eigentlich stündlich die letzte Ölung herbei und gibt sich mit kleinen Streicheleinheiten für die Seele (auch gern in Form frisch ausgepresster Säfte) nicht zufrieden: Er will alles haben. Am liebsten Wadenwickel, selbstgebraute Heilsäfte (Zwiebelsaft ist so ekelerregend), wohl temperierte Vollbäder im klassisch bekerzten Bad und vor allen Dingen möchte er alle zehn bis zwanzig Minuten gefragt werden, wie es ihm denn ginge. Wehe nicht. Frau macht immer drei Kreuze, wenn diese furchtbare Erkältung ("Schaaatz, aber diesmal ist es doch Vogelgrippe, oder?") nach ca. drei Tagen endlich überwunden ist, Weicheier waren noch nie wirklich in Mode.

Ich leide nur noch Ostern entgegen, da wirds besser gehen, denk ich mir, und phantasiere schon vom Osterhasen, eingelegt in frischer Buttermilch und schön geschmort. Lecker.

"Schaaatz? Bist du da? Ich glaube, es ist mal wieder Zeit für Wadenwickel."
 
Mi, 12.04.2006 |  # | (486) | 8 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

Heute mal Lokalnachrichten

1
Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht 2005 der Bäckerei B. in der K. Straße weist eine bemerkenswerte Umsatz- und Gewinnsteigerung um knapp 25 Prozent aus. Auf Nachfrage erklärte Bäcker B., er vermute, diese enorme Steigerung des Jahresergebnisses 2005 gegenüber Vorjahren stehe mit der Neueinstellung der Bäckereifachverkäuferin Chantal K. im Zusammenhang. Seitdem Chantal K. jeden Samstag und Sonntag hinter dem Tresen stehe, sei der Anteil der männlichen Kunden um ca. 45 Prozent gestiegen. Ein kurzer Besuch in der Bäckerei am frühen Sonntagmorgen bestätigte die Vermutung subjektiv. Chantal K. lief locker pfeifend und lasziv wippend hinter dem Tresen auf und ab, blickte die Kunden mit ihren frechen Augen an und fragte in einer mehr als angenehmen Stimme, die einem die Armhärchen zu Berge stehen ließ: „Was darfs denn sein?“. Anwesende Männer waren sprachlos, Frauen teilweise verunsichert. Bäcker B. bestätigte, dass er momentan auf der Suche nach weiteren Bäckereifachverkäuferinnen mit ähnlicher Qualifikation sei.

2
Der große Erfolg der Bäckerei B. veranlasste Fleischer H., ebenfalls in der K. Straße ansässig, Chantal K. für den Beruf einer Fleischereifachverkäuferin zu interessieren. Bäcker B., der von den Bemühungen des Fleischers H. Wind bekam, konnte sich nicht beherrschen, es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung, die in einem handfesten Nachbarschaftsstreit endete, Handgreiflichkeiten inbegriffen. Sowohl Frau Bäckerin B. als auch Frau Fleischerin H. veranlassten in einem längerem abendlichen Gespräch, mit diversen Schreieinlagen beider Seiten, ihre Männer, den absolut unnötigen und geschäftsschädigenden Streit beizulegen. Heute ziert die Bäckerei B. ein Schild mit der Aufschrift: „Unsere Brötchen schmecken am Besten mit der Wurst von Fleischerei H.“ Ein wunderbares Beispiel einer gütlicher Einigung im Rahmen eines Nachbarschaftsstreites.

3
In der F. Straße eröffnet morgen ein neues Herrenbekleidungsgeschäft. Große Hoffnungen auf durchschlagenden Erfolg darf sich Inhaber Dirk K. allerdings nicht machen. Bisher scheiterten schon an selbiger Stelle ein Schuhgeschäft, ein Billigmarkt und ein Spezialgeschäft für Tierbedarf. Fragwürdig ist außerdem, ob im Kiez tatsächlich ein Bedarf für ein Herrenbekleidungsgeschäft besteht. Eine, nicht repräsentative, Befragung in den umliegenden Straßen konnte jedenfalls nicht überzeugen: Ältere Herren werden vornehmlich von ihren, sofern vorhanden, Frauen mit Kleidung versorgt, meist am Anfang eines Jahres, in der Galeria Kaufhof oder im Second Hand. Herren mittleren Alters versorgen sich zumeist in einem Shoppingcenter, die ausreichend Einkaufspotenzial für den aufstrebenden Mann über 30 bieten, mit angemessener Kleidung. Die jüngste Generation deckt sich wahlweise in sog. Streetwearläden oder beim örtlichen Lonsdale-Händler ein, je nach politischer Einstellung. Eine ausführlichere Befragung der letzteren Teilgruppe scheiterte an mangelnder Kooperationsbereitschaft und dem Verständnis für eine unpolitische Berichterstattung im Rahmen der Lokalnachrichten. Herrn K. wünschen wir trotzdem alles Gute.

Das wars. Erstmal. Irrelevanter Podcast scheitert an mangelnder technischer Ausrüstung.
 
Di, 11.04.2006 |  # | (1997) | 5 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Berlin



 



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