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Warmer Kartoffelsalat Ich rieche warmen Kartoffelsalat. Immer wenn ich warmen Kartoffelsalat reiche, gibt es entweder warmen Kartoffelsalat oder ich bekomme Migräne oder wirre Ideen machen sich in meinem Kopf breit, ohne anzuklopfen und verschwinden dann auch gleich wieder, alles wie ein ICE, der an einem leeren Bahnsteig vorbeirast, ohne anzuhalten. Letzteres ist wohl realistisch, Migräne, hey, ich bin ein Mann, und warmer Kartoffelsalat steht heute nicht auf dem Speiseplan. Was steht heute eigentlich auf dem Speiseplan? Huch, da kommt sie schon die erste wirre Idee: Irgendwann entwickle ich einen Mikrochip, den ich dann in mein Hirn pflanze und der dann meinem MP3-Player funkt, was mein Unterbewusstsein gerne hören möchte, stimmungsangepasst. Ja, genau, und der Player zieht sich das alles automatisch aus dem Netz, frei von Kopierschutz, eine Utopie. Mist, jetzt kommt der ICE. Zum Glück hab ich es hier aufgeschrieben, danke, mein Blog.
Nö. Heiß ja nicht Schäuble.
Y2K aus dem Tagebuch "Darf ich das so notieren?" von Win K., Eintrag vom 15.04.2000 Seit vier Wochen ohne Liz. Es schmerzt. Unglaublich. Tagsüber durchhängen im Büro, abends fast einschlafen in der Schule, nachts kaum schlafen. H. und W. sind schon genervt von meinen nächtelangen Monologen, die sie aus einer mir unerklärlichen Höflichkeit über sich ergehen lassen. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel gejammert und mich in Selbstmitleid gebadet, wie in den vergangenen Wochen. Warum, frage ich mich ständig und manchmal schreie ich laut: Die Sau, treibts jetzt mit T. diesem Idioten, der sich herangewanzt und nur einen Moment der Schwäche abgewartet hat, um sich endgültig in unser, ja, verdammte Scheiße nochmal, in unser Bett zu packen und meine, ja, ja, ja, meine Frau zu vögeln. Die Sau, sag ich zu Liz, zu T. und H. und W. ertragen diesen ganzen Mist mit stoischer Ruhe. Hannes' Geburtstag. Letztes Jahr sind wir nicht hingegangen, Liz und ich, Liz wollte nicht, die ganzen Leute dort wären ihr zu kaputt, in diesem Jahr bin ich es auch, also gehe ich hin. Liz hat recht, die Typen spinnen irgendwie alle. Halbintellektuelle Bübchen spielen sich an ihren Zickenbärtchen rum, nuckeln an ihren Bierflaschen und lassen wasserfallartig dämliche Sprüche über Musik, Politik oder Kunst ab. Da halte ich lieber meine Fresse, bevor wir uns gegenseitig dieselbige polieren, Widerspruch dulden die nämlich nicht, diese halbintellektuellen Meinungsfaschisten. Ich stürze ein Bier nach dem anderen herunter und halte mich an die Damen, die auch nicht weniger kaputt sind. Alle plagen irgendwelche Ängste, die eine hat Angst vorm dick werden, die nächste hat nen Waschzwang, wieder eine kann nicht mehr mit Männern, kaputt, denke ich, ihr seid doch alle kaputt. Wie ich. Mal ne halbe Stunde nicht an Liz gedacht, yeah! Neben mir sitzt E., sie ist ruhig und deswegen nehme ich an, dass sie ist noch nicht ganz so am Ende wist, ie die anderen, sie sieht ganz passabel aus, ist kleiner als Liz, hat kürzere Haare, Liz, Liz, Liz, wann verschwindet die endlich aus meinem Hirn? E. nippt regelmäßig an ihrem Rotweingleis, hoffentlich übertreibt sie es nicht und kotzt nachher die Bude voll, ich kann kotzende Frauen nicht ausstehen, kotzende Typen das geht ja vielleicht noch, aber würgende und röchelnde Frauen? Liz hatte mal... Ach, Scheiße! Ich unterhalte mich mit E., sie ist keine Meinungsfaschistin und nicht von Ängsten geplagt, jedenfalls merke ich da nichts, wir trinken, lachen und irgendwann steckt sie mir ihre Zunge ins Ohr und fast mir zwischen die Beine. Es ist okay. Wir verziehen uns, sie schmeckt nach Rotwein und duftet gut, wir versinken ineinander, lasst die da draußen quatschen, scheißegal. Haste nen Gummi, fragt sie mich, hab ich und sie findets okay, so wie den Rest auch. Es macht Spaß, ist befreiend, irgendwie und hinterher liegen wir dann im Bett, rauchen, trinken und schweigen. Sie küsst mich, ich muss an Liz denken, ich muss raus, denke ich, ich kann das alles nicht, nicht jetzt, Liz, denke ich, das ist doch alles eine verdammte Scheiße. Ich ziehe mich an, gebe E. noch einen Kuss und gehe. Noch schnell zwei Bier eingepackt, draußen ist es dunkel und kalt, es fährt keine Bahn, ich muss laufen. Nach einer halben Stunde sind die beiden Flaschen alle, ich hole mir neue, in einem türkischen Imbiss, der die ganze Nacht geöffnet hat, ich bin fruchtbar besoffen und die Typen da drin sehen aus wie Nazis. Bloß weg hier. Ich schwanke über den Weg an den Schienen entlang, Richtung H. und W., vielleicht kann ich mit denen noch ein bisschen quatschen, mein Handy piepst, Nachricht von E. (Hab ich der meine Nummer gegeben?): "Ich mag dich. Sehen wir uns wieder? E." Scheiße, klar, warum nicht, aber erstmal muss mir jemand diese verdammte Liz aus dem Hirn schneiden. (...)
Brunsbüttel, Krümmel, die sichersten und zuverlässigsten Kernkraftwerke der Welt. Und am Ende bleibt: Radioactivity!
1+7 Heute morgen hörte ich zufällig eine CD von Richard Dorfmeister, die ich mir zufällig mal kaufte und die mir zufällig auch gefiel. Jetzt folgen weitere zufällige 7: Meinen Vornamen dürfen nur ganz penibel ausgesuchte Personen verniedlichen. Eigentlich nur einer. Und das ist nicht die Liebste. Alle anderen werden mit Blicken geköpft. Wenn ihr mich zum Büffelchen macht, halte ich das schon aus, das ist nur virtuell. Ich habe mal mit einem Auto, das noch knapp 1.000 Mark wert war, 3.500 Mark verdient. Es war kein Versicherungsbetrug, sondern ein Opel. Ich kann nicht bloggen. Ich weiß nicht einmal wirklich, was Bloggen ist. Würde mich jemand fragen, ich könnte es nicht erklären. Noch weniger kann ich kommentieren, manchmal traue ich mich auch gar nicht. Vielleicht leide ich ab und zu an mangelnder Selbsteinschätzung. Oder unter meinen Deutschkenntnissen. Zwei Kinder reichen nicht, da soll noch eins her. Fremde Kinder kann ich allerdings nicht ertragen, es sei denn, ich kenne die Eltern. Und manchmal nicht einmal dann. Ich halte mich für unfotogen. "Tanz den Mussolini" ist seit Tagen mein Lieblingslied. Es gab schon Stunden, in denen ich liebend gern auf Dieter Bohlens Rücken den Mussolini getanzt hätte. "Und klatsch in die Hände." Wie ein Verrückter. Das sind dann die Stunden, in denen ich den Rest der Menschheit ebenfalls nicht leiden kann. Das kann oft vorkommen. Ich möchte gerne Malen, Musik machen und Filme drehen. Ich kann bis heute nicht Malen, Musik machen oder Filme drehen. Dieses Stöckchen von Frau Cosmo und Herrn Schnitzel wurde übrigens automatisch verarbeitet und ist ohne Unterschrift gültig. Für den maschinell erstellten Inhalt übernimmt der Betreiber dieses Blogs keine Haftung. Weitermachen.
Irgendwann fangen die Haufen auf dem Schreibtisch an, mit dir zu reden, sie schreien dich an. Spätestens dann sollten Rechnungen, Kontoauszüge und was da noch so herum kreucht und fleucht verbannt werden, um den Rest des kümmerliches Dasein in dunklen, nach DIN geformten Ordnern bis zum Ablauf irgendwelcher Fristen zu fristen. Feierabend.
Bloggen gegen das Sommerloch Das Sommerloch, nicht zu verwechseln mit dem schwarzen Loch, robbt sich so langsam heran, orakle ich hier mal kraft meiner Wassersuppe. Es drohen wieder gähnende Leere im Blätterwald (geht schon los) und mediale Langeweile (BigBrother ist zu Ende, "Wetten dass" nach Mallorca abgehauen), die Wikipedia versorgt uns da mit unglaublich spannenden Beispielen aus den schon bekannten Sommerlöchern der vergangenen Jahre. Nun kann man sich natürlich diesem Phänomen einfach so merkbefreit ergeben und zum Beispiel genüsslich die BILD lesen, während einem der Schweiß (oder wahlweise das Regenwasser) über die Stirn läuft und in zähen Tropfen ins Bierglas (wahlweise Apfelschorletässchen oder auch Glühweinschwenker - wenn es zu kalt wird) tropft und man aus dem Gähnen nicht mehr heraus kommt. Oder man macht es wie wir Blogger. Wir Blogger haben doch immer etwas zu erzählen, unglaublich spannende Geschichten über dieses und jenes, Reisen zum Mittelpunkt der Erde oder nach Sundevit oder zur documenta nach Kassel, über Cluburlaube mit Rund-um-sorglos-Paket inkl. bierbäuchiger Herren, die sich morgens um neun schon den ersten Cuba libre reinhauen oder über Wanderurlaube in den östlichen Karpaten; keine Anstrengung ist uns zu groß, um etwas wirklich tolles, überwältigendes und einmaliges zu erleben, nur um am Ende darüber bloggen zu können.Und da kommen wir schon zum wichtigsten Teil: Preise, die sind ja grad unglaublich angesagt und deswegen gibt es das hier auch. Einen Preis! Ich fordere ganz eindringlich die gesamte Bloggerschaft auf, sich aktiv an der Befüllung des Sommerlochs zu beteiligen. Schreiben Sie was Sie wollen, aber schreiben Sie so, dass es am Ende auch jemand liest, eine Jury, bestehend aus den Damen Morphine und Schlüsselkind, sowie Herrn Cabman und leider auch mir, zum Beispiel. Schreiben Sie, aber beschränken sie sich möglichst auf höchstens 1.000 Zeichen, wenn es geht, wer soll das denn sonst alles lesen. Lange Beiträge und so. Na ja. Bringen Sie uns zum Lachen oder zum Weinen oder beides gleichzeitig und gewinnen Sie! (Ohne Clou kein anständiger Preis) Ja, es gibt sogar etwas zu gewinnen, einen handfesten, lesbaren Preis, wirklich und das ganz ohne Sponsor. Und einen Publikumspreis gibt es auch, alles voll demokratisch, ey. Lassen Sie sich überraschen. Und nochmal ganz langsam: Schreiben Sie gegen das Sommerloch an, verlinken Sie ihren Beitrag bis zum 03. September (2007) hier in den Kommentaren und gewinnen Sie. Oder machen Sie einfach nur so mit. Ach ja, sollten Sie, aus mir unerfindlichen Gründen, kein eigenes Blog haben, können Sie mir natürlich auch eine Mail schicken (gaaaaanz unten ist so ein Knopf, da drücken Sie drauf und schon gehts los). Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, natürlich erzählen Sie das jedem den Sie kenne und nun gehts los. Nachtrag: Das Votum. Schluss und Siegerehrung.
Ach, Kacke. Aber es regnet, das ist okay, dann riecht es nämlich nach Herbst und den mag ich ja auch und sowieso fragt der, der wahrscheinlich irgendwann ein Buch schreiben wird ("Wie ich durch Zufall Fußballprofi wurde"), ob er schon seinen Wunschzettel für Weihnachten klar machen sollte, während er angestrengt die mehr schlecht als recht vor sich hin vegetierenden (vegetieren ist sich aufgeben) Krabbeltiere in seiner Tierbeobachtungsbox beobachtet. Ach, Kacke, dachte ich mir auch, als ich durch Prekaristan wandelte und laut vor mich hin sagte: Marzahn - Land der tiefergelegten Hackfressen. Na ja, egal. Ach, Kacke, denk ich mir jetzt, wenigstens hab ich was zum reinschreiben in das Blog, obwohl wirklich viel zu viel rumgelabert wird, wie Frau [ach, hab den Namen vergessen, irgendwas russisches] kürzlich anmerkte. Schluss mit der Sabbelei, machen! Oder so. (Die Hündin fragte mich dann spät abends, ob ich mit der Gesamtsituation unzufrieden sei, weil ich doch so sehr an ihr herumzerrte und sie anknurrte und sich diese typische Falte zwischen meinen Augen, über der Nase tief in meine Stirn furchte. Nä! sagte ich natürlich, Gesamtsituationen, die gibts doch gar nicht mehr und schleifte sie dann durch die Nacht.)
ich, du, er, sie, es, Kunst Ich habe ja keine Ahnung. Also jetzt nicht von allem nicht, aber grundsätzlich von Kunst. Verwirrend. Jedenfalls nicht so viel, dass ich mich hinstellen würde und sagen täte: Ja, so und schön. Allerdings behauptete der Herr Cabman mal, ich wäre Künstler. Na ja, wer keine Ahnung hat, sollte auch von sich selbst die Finger lassen. Also jetzt bewertungstechnisch. Oder so. Aber genug gequatscht, fragen wir mal die Buergelmaschine: In der Krise der Arbeitsgesellschaft fordert el bufflon, einen pulsierenden Blutstrom zu problematisieren und Objekte, deren Identität sich nicht identifizieren lassen als Resonanzraum in Schubladen zu stecken. Die Paradoxie der ebenso düsteren wie schwülstigen Arbeit "alphabetisches selbstporträt" ist Präzision kombiniert mit Großzügigkeit. Ähem, ja.
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![]() (geborgt bei flickr)
Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57 Links: ... Home ... Blogrolle (in progress) ... Themen ... Impressum ... Sammlerstücke ... Metametameta ... Blogger.de ... Spenden Archiviertes:
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