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Ich fange an zu hüsteln, ganz trocken, und unterdrückt. Zudem bewege ich mich gerade nach dem "Ein Schritt vor, zwei Schritt zurück" - Prinzip und habe das dringende Bedürnis, mich selbst anzumaulen. Ja, nun denn, Jammercontent makes the world go round. Oder so.
 
Di, 13.02.2007 |  # | (676) | 8 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

Mails, die ich nie schrieb, Dinge, die ich nie tat, Perfektion scheint nicht erstrebenswert, doch was soll man tun, wenn der eigene Ehrgeiz einem auf der Schulter sitzt und mit einem ruhelos durch die Nacht reitet? Man liest so viel und merkt sich doch nichts, scheitert an sich selbst, an dem, was man sein will und an dem, was man tatsächlich ist. Zweifel. Zweifelhaft. Weiche Hände auf rauer Haut im müden Gesicht, dazu ein helles Lachen aus blond umlockten Augen, die Welt besteht aus Legosteinen und der "Traumzauberbaum" gibt den Takt an. Im Kern kann man die Welt nicht leiden, Sympathie will verdient sein, alles fühlt sich schräg an, vor allen Dingen, wenn man die Gedanken einfach fließen lässt, kommen lässt, sich ihnen ergibt, dann nämlich ist es so, dass nur noch ein Bruchteil dessen, was man mochte, erstrahlt und der Rest in blauer Dunkelheit versinkt, hoffentlich nicht für immer. Morgen ist Valentinstag, das Jahr über versuchte ich es erst gar nicht erst mit Blumen, jedenfalls nicht regelmäßig, ich versuchte es mit kleinen Zetteln, Bruchteile eines gefühlten großen Ganzen, dass man nicht beschreiben kann, nicht einmal begreifen, keine Perfektion, wahrlich nicht, aber ein gutes, großes Stück davon.
 
Di, 13.02.2007 |  # | (622) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Und in der Ferne das Meer

Mittags rodelten wir um die Wette, wälzten uns im Schnee, lachten laut, Schneebälle flogen mit breitem Grinsen durch die Luft und zerplatzten lautlos an doppelt angelegter Kleidung, Zwiebeltechnik gegen die Kälte. Am Abend rutschten wir Hand in Hand über das Kopfsteinpflaster, ein dünner Eisfilm verwandelte es zur Rutschbahn, wie betrunken wankten wir durch die Straßen, feiner Nieselregen kühlte unsere erhitzen Wangen, dann kam die Nacht. Nun hat es uns wieder, das matschige Grau des Alltags, kalt und nass, die Zeit vergeht, unerbittlich, hat kein Erbarmen mit niemandem, laut hörte ich das Ticken der Uhr im Wohnzimmer, als du leise atmend neben mir schliefst, ruhig und zufrieden. Ich kann das Meer schon riechen, in der Ferne, wir werden fliehen, mit wehenden Fahnen, so schnell wir können, weg von allem, in eine traurig schöne Einöde, tagsüber diese stille Melancholie, nachts gibt es keine Lichter, die durchs Fenster scheinen und das einzige laute Geräusch wird der Wind in den Windräder sein, die sich unermüdlich drehen, während wir auf die Schiffe schauen, die langsam und gleichmäßig in Richtung Meer fahren. Meer! Noch liegt es weit in der Ferne, doch wir kommen näher, müssen noch die eine oder andere größere Klippe umschiffen, eine Woche noch oder zwei, was macht das schon, volle Kraft voraus und am Ende werden wir sagen: Meer, schön war es.
 
Mo, 12.02.2007 |  # | (585) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

So kleiden wir uns hier. Ehrlich.

(via )
 
Sa, 10.02.2007 |  # | (806) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Berlin



 

Kuriositäten

Frau Silly meint, es gäbe wohl ein paar Kuriositäten an mir zu entdecken, die ich hier gern zum Besten geben sollte. Sechs an der Zahl, auch noch. Na gut, ich will es versuchen:

1. Manchmal träume ich davon, in einem Meer von Gummibärchen zu baden. Nicht nur wegen des einzigartigen Gefühls, das ich mir von dem klebrigen Gummizeug an meinem Körper erhoffe, sondern vor allem wegen der erträumten Möglichkeit, beim Abtauchen in dieses süße Meer das eine oder andere Gummibärchen in den danach lechzenden Mund befördern zu können. Wann immer ich will.

2. In unberechenbaren Abständen ergreift mich eine unsagbar schlechte Laune. Das Kuriose daran ist, dass ich dann scheinbar neben mir stehe und beobachte, wie ich meine schlechte Laune an den mich umgebenden Menschen auslasse. Und nicht nur das. Ich wundere mich über mich selbst, ärgere mich über mich selbst, ich weiß, dass ich jetzt gerade ungerecht und einfach nur schlecht gelaunt bin, aber da ist dieses Gefühl, dass aus der Magengegend kommt und mir den Hals zuschnürt, mir die Luft nimmt. Dann kann ich gar nicht anders.

3. Ich bin ein Spätentwickler. Ich verpasste die Schule, die ich später nachholen musste und so weiter (Liebschaften, Trends - Und dann Trendscout? Lachnummer. - Bücher, Ideen etc.). Durchschnittlich lebe ich so zwischen 5 und 10 Jahre anderen Vergleichspersonen hinterher. Allerdings nicht in allen Dingen.

4. Ich habe keine Ahnung von Rechtschreibung und versuche es mit Intuition.

5. Ich bin Frühaufsteher und kann auch schon gegen sechs Uhr morgens gute Laune haben. Und nachdenken.

6. Ich bin eine Hüpfburg.

Ich soll dieses Stöckchen an andere weiterschicken, steht dort, da ich aber höflich bin und Stöcke nur für den Hund schmeiße, lass ich den hier liegen, mag ihn aufheben, wer will.
 
Sa, 10.02.2007 |  # | (676) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: lustige bloggerspielchen



 

ver. 0.365 (alles beta!)

Ich möchte mir beim Niederschreiben meiner Aufzeichnungen keinen Zwang auferlegen lassen. Ich werde mich weder an eine Ordnung noch an ein System halten. Ich werde aufschreiben, was mir gerade einfällt.

(Fjodor Dostojewskij, Aufzeichnungen aus dem Kellerloch)

So steht es in meinem Gebetsbuch, an der Umsetzung kann ich ja noch feilen, die nächsten 365 Tage vielleicht, ver. 0.730 braucht auf jeden Fall noch ein wenig.

Zur Feier des Tages gibt es Riesenstreuselschnecke, draußen ist alles dick gepudert, hier wird gekleckert, nicht geklotzt. Puderzückerchen auf kleinem Ästchen, Fahrräder stehen asthmatisch ächzend an dunklen Zäunen, denen die rostigen Nägel tief im alten, verfallenden Fleisch stecken. Finden Sie das komisch? Ich konnte es leider nicht fotografieren, darum versuche ich es aufzuschreiben.

Vor einem Jahr sah ich alles anders, alles war noch so klein und zerbrechlich, duftete aber wunderbar nach Baby, manchmal immer noch. Heute, so sah es Herr Kid an anderer Stelle schon einmal voraus (nicht für dies hier, sei betont!), läuft es fast von allein und krakeelt zuweilen, ich sollte es manchmal an eine Leine legen. Und zerbrechliche Dinge nach oben stellen.

(Melancholisch durchs Archiv geklickt!)
 
Do, 08.02.2007 |  # | (2180) | 28 K | Ihr Kommentar | abgelegt: the core



 

Zähne. Ich weiß noch, wie ich in der Dunkelheit des Kinderzimmers in meinem Bett lag und mich unermüdich an dem leichten Schmerz meiner immer lockerer werdenden Zähne erfreute, wie stolz ich war, wenn ich nach langer Ruckelei und Zeiherei endlich Blut in meinem Mund schmeckte und das Objekt der Begierde, auf dem Weg zum groß werden, in der Hand halten konnte. Ich war meine eigene Zahnfee. Alles wiederholt sich und die Zeit vergeht so furchtbar schnell. Und deswegen heißt es demnächst in diesem Hause: Zahnlose Minka, stolz wie Bolle.
 
Di, 06.02.2007 |  # | (679) | 8 K | Ihr Kommentar | abgelegt: kinder kinder



 

Wie ich einmal Spongebob sah

Hackfleischhassender Zerhacker!

[Ja, ja, ja, ich sah fern, anstatt die Welt vor dem drohenden Untergang zu retten - man liest so viel davon und fragt sich, woher die Überraschung in so manchen Augen kommt (nein, nein, nein, nicht im Sinne: Ich hab es schon immer gewusst. Eher trocken, nüchtern.) - pflanzte ich mich vor die Glotze, nicht allein verblödete ich mich, auch noch das große Minibüffelgetier musste darunter leiden, es litt keine großen Qualen, dass kann ich Ihnen versprechen. Dieses Wortgebilde, es rutscht mir ständig aus dem Munde, selbst am Telefon (bitte stellen Sie sich an dieser Stelle die deutsche Synchronstimme von Robert De Niro vor), steht in äußerst enger Beziehung zu einem kleinen, gelben Schwamm (Spongebob, Spongebob) und seinen (in der Tat) wenig intellektuellen Blödeleien - die Welt ist zwar keine Scheibe und unglaublich tief, wenn man denkt, und ich tauche gern, bis ganz nach unten, doch ab und an schwimme ich auch gern mal ganz oben, an der Oberfläche, um die Sonne zu sehen und die Felsen und das Blau des Wassers, wenn es sich in einer Höhle in der Steilküste verliert. Dieses Ding schrubbte die Decke eines Fastfood-Diners zwanzigtausend Meilen unter dem Meer (meine Jules Verne - Sammlung versank in den Fluten eines Regengusses im Sommer 2006 - Gott habe sie selig, es schmerzt unglaublich!), mit Pömpeln an den Füßen, wir lachten. Sie (die anderen anwesenden komischen Kreaturen und der Schwamm) ängstigten sich vor dem hackfleischhassenden Zerhacker, vielleicht ein strenger Veganer (blödsinnige Vermutung), es erschien ein Wesen mit rotglühenden Augen, wir zitterten mit, es stellte sich heraus, dass es ein harmloser Fisch war, wir lachten, und für die gruseligen Geräusche war ein gewisser Nosferatu zuständig (übrigens der echte Max Schreck, in s/w, kurzer Erklärungsversuch an dieser Stelle, Wikipedia half). Sie sehen, es ist durchaus möglich das Blödsinnige mit dem Lehrreichen zu verbinden, Bildungsfernsehen selbst gemacht, aber nein, nein, nein, das alles ohne Gewähr, wer macht schon alles richtig? Nicht einmal hackfleischhassende Zerhacker.]
 
Mo, 05.02.2007 |  # | (576) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Bäh!

(Zitat aus dem neuesten Roman: "Graue Tage, dunkle Nächte - Aufzeichnungen eines Schlechtgelaunten". Der Autor dankt allen, die ihn ertragen haben, ohne ihn zu steinigen oder so. Der Schlusssatz - tatsächlich drei Mal "s" - lautet übrigens: Fahren Sie niemals schlechtgelaunt zu Ikea, sie könnten ausrasten oder schlimmer: Etwas kaufen.)
 
So, 04.02.2007 |  # | (480) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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