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Search request: iTunes zum inhalieren

Ja, Ihnen geht es also auch so. Einfach mal die gesamte Sammlung digitalisierten Liedguts inhalieren, einfach mal den Kopf aufschrauben und die ganze Suppe hineinschütten, es entstünde ein wohltuender Krach, fast nicht auszuhalten und wenn man dann verzweifelt abschaltet, hallt die Musik noch lange nach und ein Grundton kristallisiert sich heraus, eine Grundschwingung, der rote Faden, an dem man sich entlang hangelt und der einem den Weg weist.
 
Sa, 17.03.2007 |  # | (671) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Gestern abend, als ich mich als eisbergsalatliebender Eisbergsalatzerhacker betätigte, nur um diesen später, mit diversen anderen Zutaten verfeinert, in mein müdes Maul zu schieben, fiel mir ein Wort ein, für das ich mir sogleich auf die Schulter klopfte: Blogosphärenreservat. Doch stellt man altehrwürdigen Suchmaschinen die Frage nach dem "Wer hats erfunden?", wird man, wie so oft, mit der bitteren Wahrheit des schon einmal da gewesenen konfrontiert. Scheinbar gibt es nichts wirklich Neues mehr, keine Revolutionen, keine Umbrüche, nur noch neuer Wein in alten Schläuchen oder umgekehrt, wie man es gerne hätte. Nicht einmal die Klimakatastrophe ist so sagenhaft neu, alles schon einmal da gewesen, fragen Sie doch die Dinosaurier (hier begebe ich mich jedoch auf dünnes Eis, welches durch die Folgen der globalen und von uns Menschen scheinbar auch gewollten Erderwärmung - Sonnenstrand in Mitte, das wollen wir doch irgendwie alle, oder? - noch dünner wird und durchzubrechen droht, mich also in die Tiefen immer tiefer werdender Ozeane hinabstoßen will, weshalb ich jetzt lieber schweige). Vom zerhackten Eisbergsalat über die Blogosphäre zur Klimakatastrophe (bei diesem Wort holpere ich immer), wenn das mal kein weit gespannter Bogen ist, ein Symbol, vielleicht?
 
Di, 13.03.2007 |  # | (553) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Sonniger Tag.

Das kann man doch nicht schreiben. Schreiben überhaupt, es gibt da Unterschiede. Amateur ohne Ambitionen, das Brot kommt aus einer anderen Schublade, Karteikartenregister. Immer diese allmorgendliche Melancholie. Ich möchte mich in meine Cowboy-Montur schmeißen, entschlossen den Weg zum Spaceshuttle nehmen, zehn, neun, acht und so weiter, auf "Los!" gehts los und weg von hier. Tschüss Erde, hello darkness, my old friend, zisch und weg. Nein, so einfach geht das natürlich nicht, das mit dem Abhauen und auch das mit dem Schreiben, trotzdem: Ich schreibs mir auf und gelobe Besserung. Der morgendlichen Melancholie steht der abendliche Jubel über alles entgegen, hinter dem Horizont möchte ich die Welt umarmen, sagenhaft gute Laune lässt mich durch die Straßen tanzen, denen hinter den Fenstern, sie lümmeln leise und langweilig auf der Couch, strecke ich die Zunge raus und tanze wild zu "Second Sight". Die Welt liegt hinter uns, schnell schließen wir die Tür ab und hören nicht mehr auf die laut krakeelenden Nachbarn, Rufe aus der Unterschicht, darum kümmern sich die grünen Männchen. Yeah, baby, lass dich umarmen, jetzt geht es mir gut, vergiss das Spaceshuttle, die Cowboy-Klamotten, das Schreiben und die Karteikarten, yeah, baby, wir haben uns, mehr brauchen wir nicht, ein Stück Brot vielleicht, lautes Kinderlachen und guten Sex, hätte ich beinahe geschrieben.

[Schreiben? Ich hätte doch so gern mal einen Song geschrieben. Und warum ich heute so gute Laune hab? Deswegen.]
 
Fr, 09.03.2007 |  # | (476) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

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Man gewöhnt sich an alles. Aber hätte es nicht eher heißen sollen: Mail vom Handy STOPP Telegrammstil STOPP Sry! ENDE
 
Do, 01.03.2007 |  # | (477) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Mails, die ich nie schrieb, Dinge, die ich nie tat, Perfektion scheint nicht erstrebenswert, doch was soll man tun, wenn der eigene Ehrgeiz einem auf der Schulter sitzt und mit einem ruhelos durch die Nacht reitet? Man liest so viel und merkt sich doch nichts, scheitert an sich selbst, an dem, was man sein will und an dem, was man tatsächlich ist. Zweifel. Zweifelhaft. Weiche Hände auf rauer Haut im müden Gesicht, dazu ein helles Lachen aus blond umlockten Augen, die Welt besteht aus Legosteinen und der "Traumzauberbaum" gibt den Takt an. Im Kern kann man die Welt nicht leiden, Sympathie will verdient sein, alles fühlt sich schräg an, vor allen Dingen, wenn man die Gedanken einfach fließen lässt, kommen lässt, sich ihnen ergibt, dann nämlich ist es so, dass nur noch ein Bruchteil dessen, was man mochte, erstrahlt und der Rest in blauer Dunkelheit versinkt, hoffentlich nicht für immer. Morgen ist Valentinstag, das Jahr über versuchte ich es erst gar nicht erst mit Blumen, jedenfalls nicht regelmäßig, ich versuchte es mit kleinen Zetteln, Bruchteile eines gefühlten großen Ganzen, dass man nicht beschreiben kann, nicht einmal begreifen, keine Perfektion, wahrlich nicht, aber ein gutes, großes Stück davon.
 
Di, 13.02.2007 |  # | (558) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Mir kommt es fast so vor, als müsste man jetzt und hier, genau an dieser Stelle, das Liedchen "Stille Nacht..." anklingen lassen. Nein, nicht wegen verspäteter oder verfrühter Weihnachtsstimmung, ich befinde mich dann wohl eher in meinem ersten Frühling, diesen Jahres, sondern wegen der wörtlichen Bedeutung. Stille. Allerdings ist es jetzt gar nicht mehr so still und man will ja auch nicht überstürzt handeln, voreilig sein. Also lass ich lieber gar nichts anklingen oder besser nur einen kurzen Akkord, zu mehr dürfte es sowieso nicht reichen, und reise weiter in eine nicht ganz so stille Nacht.
 
Mi, 17.01.2007 |  # | (620) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Alles anders

Dieses Jahr ist alles anders. Zumindest jetzt, gerade. Der Dezember erinnert eher an einen späten Oktober, frühen November, Weihnachtsstimmung kam noch nicht wirklich auf, ich meine, schließlich ist morgen der zweite Advent, wo bleibt denn nun diese kindliche Rührseligkeit, dieses Erwartungsvolle, die Vorfreude? Und "Last Christmas" hab ich in diesem Jahr auch noch nicht gehört, wirklich. Nicht das ich es vermisse, ich vermisse aber meine Abneigung dagegen, ja, ich erwarte das Wham'sche Gesäusel förmlich, damit ich endlich sagen kann: Das ist ja wie in jedem Jahr. Und nervt.

Nicht das am Ende der Besuch des Weihnachtsmarktes sich auch nicht mehr vom Besuch einer durchschnittlichen Herbstkirmes unterscheidet. Alles anders, in diesem Jahr.
 
Sa, 09.12.2006 |  # | (613) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Ich bin Rapunzel, sitze in meinem Turm ohne Eingang und harre der Dinge, die da kommen. Ich bin Dornröschen, schlafe seit hundert Jahren, doch warte ich nicht auf den feuchten Kuss eines naiven Prinzen, meine Prinzessin habe ich schon längst gefunden. Tischlein deck dich! geht immer noch ganz gut, der Knüppel kommt nach Belieben aus dem Sack und wenn alles gut läuft, dann sind es am Ende sogar sieben auf einen Streich. Jetzt könnte man meinen, ich hielte mich für Hans im Glück, doch bin ich nur ein Froschkönig, von der geliebten Prinzessin mit voller Wucht an die Wand geschleudert und als halbwegs annehmbarer Prinzenverschnitt auf dieser Welt erschienen. Was bleibt, ist nicht mal eine Erkenntnis und weil ich immer noch irgendwie verwirrt wirke, glaub ich, gehe ich jetzt spenden, denn nur in der Not erkennen wir Märchengestalten, was uns tatsächlich wichtig ist.
 
Di, 21.11.2006 |  # | (581) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Merkwürdigkeiten

Manchmal muss man auch solche festhalten:
  • Hab keine Ahnung, worum es geht, aber: Kommentare von nicht emazipierten (Schreibfehler ist beabsichtigt) Männern, in einer ganzen Reihe von Blogs, muss man nicht verlinken, sind nicht nur merkwürdig, sondern auch dämlich. Ob man sich damit in einer normalen Diskussion auseinandersetzen kann, bezweifle ich.
  • Passend dazu, Niveau kann ganz tief sinken: Ein angehender Pornostar mit Eiweißallergie. Tödlich. Auf der „Venus“-Messe waren viele Kolleginnen tief betrübt. Die Lesben-Show fand trotzdem statt. Ohne Doreen. The sex must go on ...
  • 21 Grad am 23. Oktober. Die Badesaison läuft noch bis Ende November, passen Sie auf, dass Sie keinen Hitzschlag bekommen.
  • Hilfreich in vielen Lebenslagen:



    Wenn man mal in der Formulierungspatsche steckt.
Diese Liste darf übrigens auch gerne erweitert und kopiert und in die Welt hinausposaunt werden. Wenn man denn möchte. Die oben kurz erwähnte Phrasen-Dreschmaschine schickt mich übrigens gerade in eine emanzipatorische Motivations-Phase. Nun denn.
 
Mo, 23.10.2006 |  # | (1027) | 10 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Sind wir doch mal ehrlich

Heute ist ein guter Tag, irgendwie. Die Sonne scheint, die Bude blitzt, die Katzenallergie ebbt ab und lässt mir wieder Luft zum Atmen. Ein guter Tag, mal ehrlich zu sein, auch so eine Mode, irgendwie. Meine Größe und mein Körpergewicht sind allerdings pupsegal, anders als meine ganz persönliche und eigene Meinung, für die ich viel geben und tun würde, und jetzt kommts, wegen familienbedingter Feigheit aber nicht unbedingt sterben wollen würde. Allerdings könnte mir niemand das Denken verbieten. Warum ich das jetzt hier so belanglos daher sage? Deswegen.
 
Mo, 16.10.2006 |  # | (592) | 1 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 



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Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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