Ich, du nicht Ab und zu bekommt man das Gefühl, manche Eltern wollen ihre ganz eigenen Lebenswünsche und -träume, die sie selbst nicht leben konnten oder können, aus Gründen, vielleicht, nun an ihren Sprösslingen verwirklichen, vollziehen, so sieht das jedenfalls aus, ohne wiederum deren ganz eigenen Lebenswünsche und -träume zu berücksichtigen, ohne diese überhaupt wahrzunehmen. Natürlich, nur eine Momentaufnahme, eine Behauptung, ein rein subjektives Gefühl, aber trotzdem unangenehm und bleibend. Führt allerdings zu Selbstreflektion. Ein wenig, vielleicht.
Endless Summer Schon wieder ein halbes Jahr rum und es ist Juni. Sommer. Vielleicht. Oder? Abwarten. Eingefallen sind mir dabei diese Scooter-Typen, fetziger Technopop mit schmissigen Zwischenrufen, die die crowd zum Kochen bringen sollen, womöglich, hat auch ein bisschen was von Sklaventreiber. Ich frage mich immer noch, wie man zu diesem schnöden Sommerkracher tanzen soll, ohne sich dabei zum Vollhorst zu machen. Egal. Und, ja, es gibt natürlich viel schönere Musik.
Ole, ole, ole In den nächsten Wochen verstärkte Gefahr von Fußball. Haben schon aufgerüstet, also Tore aufgestellt, Trikots gewaschen und üben seit Wochen Flanken. Den einen nennen wir Flankengott, der andere darf den Klose beerben. Oder Cristiano Ronaldo. Der ist ja auch beliebt. Keine Ahnung, wo das herkommt, haben wir wohl alle mitgebracht, diesen Virus. Vorsicht, könnte ansteckend sein. Bitte, danke, sorry, muss jetzt Panini-Bildchen kleben.
841 Und jetzt ein Text: Uniformierte, alles dabei. Anzüge, jede Farbe, dazu Aktentasche, Aktenkoffer, Aktenrucksack, Aktenrolli. Fehlt nur noch der Aktenschrank, der Aktencontainer, das Aktenarchiv, riesige Gebäude, aus der Hosentasche gezaubert und ganz am Ende, zum Schluss dann, der Shredder, der alles dekonstruiert, um es Wochen, Monate, Jahre später wieder dem üblichen Papierkreislauf zuzuführen. Komische Welt. Manchmal stehe ich so rum, wie außen vor gelassen, gelassen, nicht dazu gehörend und nur Beobachter. Geht aber nicht, als Mensch. Als Mensch ist man immer mitten drin, im Schlamassel. Recht hilfreich: Das Portishead-Portrait in der Tasche und die unregelmäßige Reihe: Digitale Evolution. (Spex) Nervös am Handy rumspielen, das passt alles noch nicht. Draußen: Sonne, es ist schwül, eine Reihe wartender Taxen, Glas, viel Glas und innen drin, warm eingepackt, rüttelsicher, der Gedanke, etwas ganz, ganz anderes machen zu wollen.
Morgen Morgen. Morgen werde ich ein Foto machen. Und ich werde Milch kaufen. Nein, nicht nur einfach Milch kaufen, ich werde Milch bunkern. Ich komme aus dem Osten, ich weiß, wie das geht. Einfach bei Kaufland ranfahren, reinstürmen, kistenweise Milch aufladen und dann ab durch die Mitte. Obwohl, ist ja Prenzlauer Berg. Egal. Hauptsache, wir haben genug Milch im Schrank. Kaffee ohne Milch, also, ich meine. Nun ja. Gut. Morgen. Morgen werde ich auf jeden Fall ein Foto machen. Das muss schon drin sein.
Geht doch ![]() (Hier gibt es doch nicht nur graue Mäuse. Zudem sind die Dinger inzwischen auch so eine Art Streetart-Litfaßsäule und werden deshalb demnächst das gleiche Sprenkelmuster tragen, wie zum Beispiel die Sitze in den S-Bahnen.)
838 Es gab auch schon Tage, an denen ich Sade hörte. Die gibt es immer wieder. Oder so ähnlich. Wenn zum Beispiel der Himmel grau verschleiert ist, obwohl noch gestern die Sonne zum Zwinkern zwang. Ja, solche Tage gibt es immer wieder. [Man sollte einfach auch mal im Bett bleiben und alles alltägliche verweigern.]
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![]() (geborgt bei flickr)
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