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Mann mit Hund


 
Di, 20.05.2008 |  # | (745) | 1 K | Ihr Kommentar | abgelegt: bilder erklaeren die welt



 

Don't look back in anger

But dont look back in anger I heard you say

Irgendwann riss es ab und dann schien die Sonne. Selbstgemixte Mixgetränkte, unheimliche Mischung, unheimliches Glas und irgendwann knippste jemand das Licht aus. Unwissen. Und dann schien die Sonne. Was war? Achso. Enttäuschung. Siehste mal, so läuft dit Leben und später, am Telefon dann, keine Einsicht. Ey, Alter, vermassel mir nich die Freizeit, sieh et ein oder halt die Schnauze. Der konnte nicht die Schnauze halten und teilte weiter aus, wo er doch schon längst verloren hatte, am Boden lag. Nee, sagte ich dann, nee, so nich, so sind meene Freunde nich, mach dich ma ausm Staub. Tut nicht gut, sowas. Sonen Scheibenkleister.

Viel gelernt, vom Leben. Autobahn war voll. Warum eigentlich? Wollen einsfünfzig für den Liter Super und trotzdem mit Vollgas fahren? Meine Güte, sind wir reich. Hauen die Scheine nur so raus, aus dem Auspuff und auf dem Feld steht der Raps und duftet vor sich hin, dahinter Kühe, Pferde, Deich. Schicksale, geknüpft, gehäkelt, nicht alles ist schön, manches sogar unschön, verbohrte Menschen. Vor allem: Nehmen sich heraus, Dinge zu wissen. Pah, denke ich, ständig höre und sehe ich die und die erzählen einem, wie es ist, dabei weiß man selbst, dass es ganz anders ist. Ob nun auf der Bank an der Spree oder im sumpfigen Schlick des Wattenmeeres, immer wieder dieselben Geschichten, lasse redn, raten die Ärzte, ein ärztlicher Rat und die Fantastischen Vier sagen: Es könnte so einfach sein, isses aber nicht. Und alle haben recht, vielleicht.

Nun frisch die Antifaltencreme ausgepackt, irgendwas revitalisierendes. Zeit vergeht, Schmerz vergeht, blaue Flecke heilen ab, was bleibt, wer weiß das schon. Freunde müssen Freunde sein, so einfach ist die Sache, aber dann doch wieder nicht. Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen, Schlagermusi in der Garage, irgendwo, zwischen Windrädern und Wiesengrund, aufm Land werd ick depressiv, kommt alle Nase mal nen Auto vorbei, selbst wochentags und der Edeka riecht nach dem Konsum in der Nähe von Kahweh (Königs Wusterhausen). Allet eene Suppe und dann übten wir Flanken, Flanken, Flanken (auf dem Weg zum Flankengott und Papa, du bist heute mal Ballack) und schauten Sportschau, was wir bisher nie taten. Das Leben, das Leben, wer weiß denn schon was kommt, was geht, alles irgendwie und das Buch hab ich immer noch nicht ausgelesen.

Das Leben leben, wie es ist und dann und wann zurückschauen, ganz ohne Ärger (wenn das geht).
 
Mo, 19.05.2008 |  # | (798) | 5 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

821

7 Sünden, Bier, eine Nacht, Knutschfleck (nicht ich), Berlin, Berlin, wir fahren durch Berlin, sehr zerstückelt, das Ganze, viel Halbes und morgen alles ganz anders, habe ich heute schon gesehen und am Sonntag führt man den Kater aus und füttert ihn mit Aspirin, um dann nüchtern das Auto zu betreten, um alles hinter sich zu lassen, für Tage.
 
Sa, 10.05.2008 |  # | (430) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 

Knapp daneben ist auch vorbei

Ich denke, so kann es gehen: Zuerst schauen Sie sich ein paar Polaroids an, alles für die Kunst (via). Sie werden sehen, dass Elvis lebt oder wie ich der Atombombe entkam, damals, mitten im kalten kalten Krieg. Und wenn Sie sich satt gesehen haben, also geistig gesättigt sind, dann können Sie guten Gewissens an dieser kleinen Belustigung teilnehmen. Einfach nur so.
 
Do, 08.05.2008 |  # | (1045) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogdings



 

Mir iss überhaupt nich allet ejal

Schreiben können wollen irgendwie und auch die Zeit dazu haben. Ja. Und dann wieder am Spielfeldrand stehen und labern und denken: Ach, so ist das. Punkt. Dieser Döblin, zum Beispiel, der liest sich, wie aus dem Bauch heraus und mittenmang nen Stück Kasupke. So in der Art. Aber gut. Dafür muss man hier aber mal gelebt haben, glaube ich, und vielleicht auch mal in einer alten Straßenbahn gesessen haben und auf Holzbänken in der S-Bahn und auch mal in der Biertulpe, Eckkneipe, Stehbankett und der Wirt schenkt lustig nen paar Mollen aus. Prost!

Die Welt ist bunt, rufe ich den schwarz-weißen Fundamentalisten zu, werde aber doch nicht gehört, Differenzierung ist schwer, es lebt sich ganz gut, im unkritischen Meinungseckchen, links, rechts, mittig, alles dieselbe Suppe, die geBILDete Bevölkerung löffelt sie gerne aus, wie mir jemand kürzlich bestätigte. Twitter zum Beispiel. Mensch ließe sich damit ohne Bundestrojaner und Schnickschnack überwachen, heißt es, ganz prima freiwillig. Ja, klar. Und jetzt bewerten Sie bitte mal den Wahrheitsgehalt des alltäglichen Gezwitschers und dann melde ich mich mal an, bau mir so ein Profil, das aussieht, wie ne Heimseite von vor zehn Jahren, schön bunt und blinkiblinki, und dann behaupte ich mal, ich sei nen alter Geldsack, der sich ständig mit irgendwelchen dummen Trinen rumschlagen muss, die nur darauf warten, das er in die Kiste springt und dem nur sein billig in den USA geschossenes iPhone bleibt, um sich über die per Twitter aufzuregen. Deckel zu, Affe tot und die Erbschaft wird unter den Bunnies verteilt. Alles fiktiv. Und jetzt erzählen Sie mir mal was von Wahrheit. Authentizität im virtuellen Blablabla. Blogs, Twitter, trallalla, alles Posing, alles Posing, darauf erstmal ne Molle.

Manchmal fragt man sich dann, haut aber lieber mal ab, Rückzugsorte, kennen Sie das? Überhaupt ist das Leben ja ganz anders und findet statt, egal ob man will oder nicht. In China auch und in Indien und überall findet es statt, mit und ihne mich, ohne Sie, und manchmal frage ich mich dann auch noch, meistens so gegen sechs Uhr morgens, ob diese ganze Bauten, Gebäude, um die ja auch dieses architektonisches Trara veranstaltet wird, als gäbe es sonst nichts und dann wird die moderne Kunst gelobt und die Referenzen an früher und das alles sei doch eine Hommage an sowieso und überhaupt, also frage ich mich dann, ob in so ca. dreitausend Jahren irgendwer daher kommt, das alles mit nem feinen Pinsel freilegt und denkt: Wow, die alten Menschen von vor dreitausend Jahren waren ja crazy und abgefahren, diese antiken Menschen, die. Aber, vielleicht lachen die dann auch über uns und machen sich lustig, über unsere Zeit, in der Mägen mit Motoren konkurrieren müssen und sich die Musikindustrie über ihre Kunden beschwert, aber sonst nichts auf die Reihe bekommt und ständig kommt irgendeiner mit nem absoluten Definitionsanspruch für alles mögliche und brüllt laut: So isses! Und die Herde trippelt hinterher.

Ruhig Blut, Alter. Mag man jetzt denken. Dabei bin ich ja noch blutjung und absolut unaufgeregt. Ich rege mich doch nicht auf. Ich setz mich in mein Eckchen, trink ne Molle und hau irgendwas in die Tasten, was mir gefällt. Manchmal rege ich mich dann auf, dass das keiner mehr lesen mag, beruhige mich aber schnell wieder, bei ner Molle, am Grill vielleicht und nem Kind aufm Schoß und lebe mein Leben. So wie es mir passt. Basta.

Und jetzt weiter mit Musik.
 
Do, 08.05.2008 |  # | (582) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Way out west

Way out west hatte ja auch nur am Rande etwas mit der Fahrt ins Oderbruch zu tun. Das Oderbruch, das liegt in Deutschland, also Brandenburg (das war früher Preußen, Betonung liegt auf früher, aber egal) und in Polen, es suhlt sich also an beiden Ufern der Oder und wenn Sie auf der B1 hinein fahren, geradewegs, kommen Sie an Seelow vorbei, ja, genau, das Seelow mit den Seelower Höhen inklusive Gedenkstätte und wenn Sie hier schauen, dann wissen Sie auch, warum da eine ist. Und auch ein Fußballstadion. Genau, Bildungsbloggen. Die Menschen dort sind auch nur Menschen und es werden immer weniger, wenn man die verfallenden Bauten hier und dort zusammenzählt und deswegen legte ich keine kesse Sohle hin, sondern eine Musik aus alten Tagen auf, die melancholisch stimmt, im Hintergrund oder auch Vordergrund, praktisch überall, blühender Raps (hellgelb) und dunkle Wolken (dunkelblau), ein schönes Bild, man mag es sich jetzt bitte vorstellen. Und so habe ich, und der Rest der Mitreisenden auch, wieder einmal viel über den Mensch an sich gelernt, insbesondere den klischeegesteuerten Prototyp (ich vermeide mit Absicht die Bezeichnung Kleingeist, weil das so klischeegesteuert klingt), und auch festgestellt, dass selbst ein im long tail der Menschheit angekommener wie ich, ein lustiges "Ach, leckt mich doch." auf den Lippen haben kann, ohne dabei die Laune zu verlieren. Aber, vielleicht ist das auch ein Anflug von Alter. Wer weiß.
 
Mo, 05.05.2008 |  # | (580) | 8 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Schreibwerkstatt

Nur noch heute: Abstimmen!
 
Mi, 30.04.2008 |  # | (766) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogdings



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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