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Der erste Gedanke des Tages: Urghs. Aber nein, alles nicht so schlimm, kann überwunden werden, ist zum Teil schon überwunden. Überwinden überhaupt: Ein Stichwort! So manchem (hier) Zuspruch zukommen lassen wollen, in einer Form Anteil nehmen, aber sind Blogs überhaupt der richtige Ort dafür? Vielleicht. Sonst würde sie wohl niemand mehr befüllen. Also lass ich jetzt mal singen, ohne weiteren Kommentar, schon gar keinem direkten, denn dafür fehlen mir oft die richtigen Worte, kleben mir wie Honig zwischen den Ohren. Fühle sich bedacht, wer mag, es ist mir ein Stück Herzensangelegenheit.
 
Fr, 25.01.2008 |  # | (458) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: melancholie



 

Hank

Der alte Schwindel von einem Wissen, das gar nicht wirklich existiert und deshalb mit dem Tarnanstrich einer hochgestochenen Terminologie daherkommen muss. Eigentlich wurde da doch die meiste Zeit nur von Dingen geredet, die überhaupt nichts zu tun hatten mit mir.

Bukowski. Ein Zufallstreffer beim Streifzug durch das Kulturkaufhaus, ich war noch unwissend und er mir nur vom Hörensagen bekannt. Es stellte sich heraus, dass genau dieser Bukowski einer der wenigen ist, die mein Interesse an einem Text am Laufen halten können, einer, mit dem auch noch nach der dreihundertsten Seite nicht gekämpft werden muss, einer, der auf den Punkt kommt, vielleicht nicht immer verständlich in seiner Radikalität oder nachvollziehbar, aber es ist wohl genau diese Brutalität, die mich so stark anzieht und fasziniert (ein gefühlter Wert; Satzbau, Grammatik oder Ausdruck interessieren mich nicht, mich interessieren Bilder, Gefühle, Situationen - ich bin kein Kritiker, ich bin Konsument).

[Mit in der Reihe: Flaubert, Benn, Fante, Lottmann (wirklich) und zwei bis drei Blogs, deren plötzliches Verschwinden mich in schlaflose Nächte blogistische Abgründe stürzen würde - ich hab mir das doch nicht alles ausgedruckt.]
 
Mi, 23.01.2008 |  # | (797) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: lesereise



 

Experte


 
Mi, 23.01.2008 |  # | (1029) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: bilder erklaeren die welt



 

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Was haben wir gelacht. Obwohl der Anlass dies ja gar nicht hergab. Die heilenden Wunden versorgt und sich dabei über Kotzebue lustig gemacht, später allerdings gemerkt, dass eigentlich Kahlbutz gemeint war. Trotzdem.

[Tägliches Staunen über alles und versuchen, das kindliche zu bewahren. Dies ins Blog hinein schreiben, um immer daran erinnert werden zu können.]
 
Mi, 23.01.2008 |  # | (645) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: kinder kinder



 

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Wien. Mit dem Flugzeug, nicht mit dem Zug, wie ich es mir erhofft hatte, wollte ich doch alle Folgen der Serie "Twin Peaks" während der Fahrt schauen, zum ersten Mal, bei Erstausstrahlung hatte ich ja alles verpasst und später interessierte es mich nicht mehr. Aber jetzt. Mit dem Rollköfferchen quer durch die Abfertigungshalle, unüblicherweise mit Krawatte und in edlem Zwirn, Gewichtiges lag also in der Luft. In Wien arktisgrauer Himmel, klirrende Kälte und Eisberge im Prater. Ein kleinerer Herr mit schwarzem Haar, aus dem der schon von weitem erkennbare negativ markante Joop-Herrenduft strömte, machte mich in rheinischem Dialekt darauf aufmerksam, dass ich am falschen Ort gelandet sei, ich doch eher nach Leipzig müsse und er schon die Fahrkarten für den Zug dabei habe. Kann man "Twin Peaks" auch auf dem iPod-Touch schauen, fragte ich ihn. Der Zug gehe erst morgen früh, sagte er verwirrt, vorher müsse ich noch auf eine wichtige Lesung. Ich würde gern etwas von Kid37 vorlesen, sagte ich, worauf er mich mit verwirrtem Blick darauf hinwies, dass es sich um eine Karnevalsveranstaltung handele. Darum ja, sagte ich. Aufgewacht.
 
Di, 22.01.2008 |  # | (828) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: auf der borderline nachts um halb zwei



 

confused power with greatness

Ein trüber NovemberJanuartag, es regnet seit Tagen wie aus Eimern und der Zustand der Rückenmuskulatur lässt auch zu wünschen übrig. Da gibt es doch nichts besseres, als sich in den Keller zu begeben, nicht des Sauerkrautes wegen, wie Witwe Bolte, nein, zwecks musikalischer Erbauung, Gitarrensolo und herumfliegende Bierflaschen, regenvertreibendes Schlagzeug-Gedröhne und Zigarettenqualm ("Hier muss geraucht werden!") und am Ende brennt man dann das Wunderwerk der Langeweile auf einen jungfräulichen Silberling mit aussagekräftigem Cover, ganz ohne die am Boden liegende Musikindustrie noch weiter zu beschädigen.



[Quellen: Coverbild, Bandname, Albumtitel]

Allerdings: Wer unmusikalisch ist, wie ich, oder kein Kellerstudio zur Hand hat oder oder oder, der klaut einfach Ideen von anderen.

[via ganz viele andere Blogs]
 
Mo, 21.01.2008 |  # | (721) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: lustige bloggerspielchen



 

Alter Wein

Ihr geistiges Alter entspricht 57 Jahren.

[Nun ja. Egal. Erklärt aber einiges.

Nachtrag, aber: Im Traume erst in einem warmen, grünen Meer versunken, die Oberfläche, Atemluft versprechend, entfernte sich zusehends und ein warmes Gefühl machte sich in der Brust breit - Heimkehr. Später dann aus einem Fahrstuhl gestürzt, fast, gerade noch so gehalten, Angst durchzuckte den Körper. Solange solche Dinge in Erinnerung bleiben, ist das von Computerprogrammen zufällig ermittelte geistige Alter völlig Wurst.]
 
So, 20.01.2008 |  # | (501) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

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Seit Tagen nichts anständiges (oder unanständiges) geträumt (oder sogar erlebt). Wo soll da bloß der Blogstoff herkommen? Anekdötchen erfinden?
 
Do, 17.01.2008 |  # | (1052) | 10 K | Ihr Kommentar | abgelegt: auf der borderline nachts um halb zwei



 

Vereinzelt

Aus einer Laune heraus ein Pet Shop Boys-Album erstanden. (Obwohl "erstanden" ja eine völlige falsche Umschreibung des tatsächlichen Vorgangs ist. Man kauft elektronisch und stapelt gekaufte Platten - eingezwängt in diktatorischem DRM, schöne Freiheit - auf Laufwerk xy. Zum Glück zeigt der Musik-Player der Wahl die jeweiligen Cover an. Meistens.)

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Rheinkilometer 650.
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Mit dem falschen Menschen am richtigen Ort, ein Gefühl von Entfremdung. Jetzt tut es mir leid.

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Straßenbahnhaltestelle, kaum noch Platz, überall Menschen, rauchend, schwatzend, Musik hörend, lesend, dazu Baulärm von hinten, vorbei fahrende Autos, Straßenbahnen, Busse, Großstadtlärm, wie man es doch vermisste, es in genau diesem Augenblick bemerken.

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Angst, diese Ursuppe im Hirn, einen langen, breiten Essay ausarbeiten, gedanklich, ausschmücken mit wirkungsvollen Beispielen - Höhenangst - für Außenstehende fühlbar machen wollen, aber geht das überhaupt? Da gab es doch noch dieses Buch, irgendwo verschwunden in der behelfsmäßigen Buchaufbewahrungshölle.

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Neben dem gedachten Text entsteht eine gedachte Foto-Dokumentation. Dazu: Erinnerungen an eine Kurzgeschichte, in der ein Mann Romane nur erdachte, nie etwas aufschrieb. Er starb arm und unbeachtet, versteht sich von selbst.

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MIT (Achtung, myspace.)
 
Mi, 16.01.2008 |  # | (426) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 



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(geborgt bei flickr)


Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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