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Phase 1 Rave Es ist angenehm warm, alles wahnsinnig angespannt, wartend, die Zeit verrinnt nicht. Der Beat steckt tief in den Knochen, es wummert und dröhnt aus allen Ecken, endlich, endlich, endlich, es geht los, der Tanz und die große Fahrt, weg, nur weg von hier, ganz schnell, noch schneller, höher und weiter, noch viel weiter. Angeschnallt und losgefahren, das Radio bleibt stumm, ja, warum bleibt denn nun wieder das Radio stumm? Wie soll man denn den hecktischen Heartbeat übertönen? Wir hetzen über den heißen Asphalt. Stau. Im Wedding ist immer Stau, in Berlin ist immer Stau und das bei der Wärme, doch nicht angenehm, mach mal Klima an, wir brauchens kühler, viel kühler, sonst überhitzen wir noch, Schweißtropfen auf der Stirn, alle Autos stehen still. Reicht die Zeit? Reicht sie noch? Schaffen wir es? Nicht das alles ohne uns losgeht, das wäre ja schade, nein, nein, nein, das geht nicht, geht überhaupt nicht, nichts passiert heute ohne uns. Schnell die Koffer durch die Gegend bugsiert, ich muss aufs Klo, dringend, die Aufregung, nein, danke, kein Alkohol, keine Drogen, Exzess war mal, jetzt lese ich nur noch drüber. Kleinbürgerliches Spießerbürschchen. Diabolisches Lachen. Komm Locke, reiß dich zusammen, jetzt gehts los, mit 280 Sachen heben wir ab, Richtung Südosten. Zack. zack, zack. Raus, rein, Klima wieder an (dabei an HWO denken: Hatta. Hatta.), hier ist es auch nachts heiß, die Musik ist eine Zumutung, halborientalischer Balalaika-Pop oder Bouzouki oder so, melancholisch-herzzerreißend schmachtende Typen mit Gelfrisur, man versteht kein Wort und grausam klingt es noch dazu. Wasser, Wasser, her damit, gut wäre ein kühler Drink, wenigstens ein Bier, mach endlich die jaulende Musik aus. Hitzesturm, sind wir in der Sahara? Wüste, Meer, irgendwo, es rauscht die ganze Nacht, die Kissen schweißnass, das Herz pumpt, der Beat steckt in dir drin, ganz tief, kein Ausschalter, Notschalter, Nothalt. Aufstehen. Was tun? Wir müssen was tun, immer in Bewegung bleiben, bloß kein Müßiggang, Entdeckungen, Besorgungen, Kultur, hahahaha, Scheiße, ist das heiß hier. Wir passen nicht hier her, irgendwie, wir sind zappelnde ADHS-Kinder, gebt uns was zur Beruhigung und einen Sonnenhut, gibste mir mal den Sombrero und die Wasserflasche? Zack, zack, zack, der Bus kommt gleich, hier noch, da noch, Essen, Baden, Trinken, Schlafen und Lesen. Rainald Goetz. Wird man ganz malade von, aber gut. Und irgendwann hören wir die Ruhe kommen.
Prolog Dort träumte ich, wild, gefählich, lebhaft, heiß und schwitzig. Hier, hier ist nichts, hier ist gähnende Leere, traumloser Schlaf, tief und verschlossen, stumm, schwarz und kalt, kalt und leer, inhaltslos, so wie so vieles, belanglos, unwichtig, nichts, nichts, nichts. Na gut, das wird Gründe haben, Gründe, ich kenne einige, du vielleicht auch, sonst noch jemand? "Wonach riecht es hier?" "Nach Duschbad, Creme und Hilfiger, also nach dir, du schwitzendes Etwas." "Nein, nein, ich meine doch nicht mich, ich meine diese wunderbar warme Luft, die uns hier einhüllt, wie ein Mantel, uns schützt, vor allen Widrigkeiten der Welt. Riechst du es auch? Fisch und Meer, Salz und dann diese wochenlange Hitze, man kann sie doch riechen und schau dort rüber, über der Bucht steht der Mond, das Wasser hellblau, sogar nachts und dort drüben brennt noch Licht. Siehst du das? Riechst du das?" "Du nun wieder. Ich höre die Musik, das Lachen der Leute, das Klirren der Gläser. Komm, wir holen uns noch was zu trinken oder besser, hol du mir noch was und dann halte mich fest, damit wir hier festwachsen und nie wieder weg müssen, nie nie wieder." "Aber das geht doch nicht. Hier ist doch gar nicht unser Platz, unser Leben. Unser Leben ist nicht das blaue Meer, die heißen Kiesel und der heiße Wind in den Platanen. Unser Leben ist die Stadt, die selten schläft und laut ist, unser Leben ist der Regen und die Kälte und der Beat, der immerzu dröhnende Beat, selten langsam oder leise, immer nur wumm-wumm-wumm, stampfend, verwirrend, erschreckend. Hier, das ist doch nur Auszeit, die wir aufnehmen, aufnehmen müssen, ganz tief in uns, dann einschließen und wenn wir nachher daran denken, leben wir auf, riechen, schmecken, hören das alles, für einen kurzen Moment und fühlen uns wunderbar. Vielleicht ist es so, vielleicht lebt man nur dafür, für ein paar Tage, an denen man sich festhält, sie umklammert, das sind die Achttausender, die majestätisch aus der Tiefebene des Alltags herausragen, die man einfach mitnehmen muss, bevor man sich ganz und gar selbst verliert." "Spinner. Klingst wie nen Song von 2Raumwohnung." "Haha. Das hält mich am Leben, diese Spinnerei. Und du. Natürlich!"
Home sweet home "Zwei Pils und ne Spex. Und Zigaretten." "Zigaretten jehn nich, iss allet nich mehr, zu unjesund." "Na jut, setz ick mir halt draußen hin. Ach, shit, vergessen: Da regnets ja." Außer Form und unpässlich und eigentlich noch ganz weit weg, im Sommer, Sonnenland, gar nicht mehr zurück wollend. Nicht mal dies hier habe ich vermisst, nur nen paar Leutchen. Na ja, man sieht sich also wieder, lässt sich nicht vermeiden.
Ruhe! Jetzt! Meer! Homeland, dann Friedrichshain, ab Mitte wird es ekelhaft. Besoffene, Überreste einer dekadenten Nacht. Nichts gegen Dekadenz, aber wo sind die Frauen? Seid ihr alle nur noch aufgehübschte Metro-Typen, die sich in Kanak-Sprak unterhalten und in Ecken pinkeln? Keine Frauen am Horizont, dafür Typen, die sich prügeln, die irgendwie irgendwas rufen, in den Sonnenaufgang, den sie nicht zu schätzen wissen. Tacheles, Pisse, Kotze, es stinkt in jeder Ecke, zwei Typen wühlen in Mülltonnen, das ist mein Bild von Mitte. Jetzt. * Nebenan ein vermuteter Antityp. Bemühter Gegensatz zum Allgemeinen, ganz hübsch gelungen, nur das "Wir sind Helden" - T-Shirt passt nicht ganz zum Image und die arschbeweihte Freundin. Schubladendenker, ich. Egal. Bin ja auch kein Antityp. Äußerlich. Innerlich wäre ich gern Benn. Was hört er da? Ich kanns nicht hören. Sie steigt ein. Schwarz dominiert. Schwarze Haare, schwarze Nägel, schwarzes T-Shirt (ohne Totenkopf, Totenkopf ist Mainstream) schwarze Jeans, schwarze Sneaker. Geritzte Arme, hört irgendetwas mit vielen lauten Gitarren, warum denn nur geritzte Arme? Worauf man so achtet. * A kauft sich ein Buch, liest es und schreibt darüber. Dann schickt er es B, die liest es, schreibt darüber und schickt es C. C liest es, schreibt darüber und schickt es weiter an D. Sammlung individueller Leseerlebnisse, ohne Belehrungen, streng subjektiv, ein ganz privates Literaturarchiv. (!) * Dank-Bar. Reiner Selbstzweck, kein Kommerz. Schlichtes Design, warme Farben, Sofas, in der Ecke ein DJ, dessen Set ein Experiment mit Fundstücken im Internet frei verfügbarer Musik ist, er findet beim Mixen seinen Sound, minimale Beats und Synthi-Gedudel, trotzdem angenehm, alles im Hintergrund. Auf den Sofas, auf Barhockern und stehend Menschen, sich unterhaltend, ohne vorgeschobene Intellektualität, aber tiefgründig, Gedankenaustausch. Ein paar lesen. Hier tobt nicht das Leben, hier gibt es nicht den neuesten Scheiß, hier geht nicht die Party ab, für diesen Laden wird nicht im werbeinfizierten privaten Frühstücksradio geworben und Tickets verschenkt, hier ist man einfach nur da. Müßiggang. Öffnungszeit von nachmittags um drei bis nachts um eins, der Mensch soll schlafen, nicht nächtelang durch die Gegend zucken, von Drogen angetrieben. Dank-Bar, Traum-Bar. * Sich ab und zu selbst für einen Spinner halten und dann ganz normal sein. Mit Familie und so. Und wissen: The Pills Won't Help You Now * Ruhe! Jetzt! Meer! - Gehaben Sie sich wohl, in den nächsten Wochen. Schreiben Sie was oder lassen Sie es sein, ich werde nicht hier sein, sondern ganz woanders.
Y2K (...) aus dem Tagebuch "Darf ich das so notieren?" von Win K., Eintrag vom 23.06.2000 Urlaub mit Liz. E. scheißt auf mich, verständlicherweise. Ein paar nette Dates, sagenhaft guter Sex und jetzt das. Ich komm nicht los von Liz. Und ich jammernder Idiot schrieb E. noch einen Brief, den ich zunächst in den Mülleimer verfrachtete, nachts wieder zwischen Apfelgriebschen hervorkramte und neu schrieb, alles irgendwie noch idiotischer. Keine Ahnung, ob ich ihn ihr in den Briefkasten stecke, alles nur Kokollores. Soll ich sie wirklich noch mal um nen kleines Date bitten? Jetzt? Ach, diese Unentschlossenheit, nich loslassen können. Fast Händchen haltend mit Liz ins Last Minute Reisebüro geschlendert, Alexanderplatz, trallalla. Ihr gehts besser, T. kann sie am Arsch lecken, sagte sie, lieber nich, denke ich. Ist doch nen Spinner, sagte ich ihr, aber gut, vielleicht hat er ihr das auch über mich erzählt. Ich will das alles gar nicht wissen. Zwei Wochen, vier Sterne, Halbpension für tausend Mark, superbillig, Malta, mal sehn, wie das wird, keine Ahnung, wird wohl einen Grund haben, warum das billig ist. Eigentlich ist es mir auch scheißegal, dafür mit Liz, die sich aber irgendwie doch nicht sicher ist, ob es richtig ist. Ist es richtig, fragt sie mich, keine Ahnung, meine Beste, aber wir probieren es aus, besser gehts nicht, glaube ich. Prüfung bestanden, neuer Job ab August, meine Fresse, alles neu. Und Urlaub mit Liz. Yeah. Vorher noch Junggesellenabschied von irgendeinem Typen aus Hannes' Clique, sollte ich mitkommen, obwohl ich den gar nicht kenne. Egal, kostenlos saufen, dachte ich mir, zum Feiern gibt es ja Grund genug. Hannes warnte mich vor, sabbelnder Bankertyp, der immer, wenn er was trinkt, höllisch abdreht. Treffpunkt Friedrichshain, von Cocktailbar zu Cocktailbar, pro Bar nen Drink, wer zuerst umkippt, hat verloren. Schönes Spiel. Die Namen der Drinks merke ich mir nicht, irgendwas war dabei, das schmeckte wie früher der Eierflipp im SEZ, nur mit Wodka, zuletzt noch einen Long Island Ice Tea (gar kein Ice Tea drin) und dann wurde es lustig. Der Typ war völlig daneben, was haben wir gelacht, erst hat er ner Kellnerin untern Rock gelangt "Mein letzter Abend in Freiheit, Schnalle.", der Arsch, später schwadronierte er wankend durch die Straßen und pöbelte alle möglichen Leute an. "Ich will jetzt ficken." Komischer Kerl, wollte ne Woche später heiraten, da konnte er doch nicht durch die Straßen rennen und irgendwelche Schnallen vögeln wollen. Aber gut, vielleicht bin ich auch ein beziehungsgeschädigter Spacko, der eh nix zu melden hat, außerdem war ich besoffen und konnte gut lachen, über den Idioten. Schleppte uns in ne dunkle Bar, wollte irgendwie nackte Damen tanzen sehen. Hannes schlich vorher nach Hause, Spielverderber rief ich ihm hinterher, irgendwo auf der Frankfurter. Der Rest lachte und holte noch Bier vom Türken. Mit Bier in die dunkle Bar, die fast leer und dunkel war, klar, an den Tischen ein paar verzweifelte Schnapsleichen, zwei, drei aufgehübschte Damen, bisschen zuviel Schminke, kurze Röcke, Musik gedämpft und ein langhaariger Muskeltyp an der Theke. "Ey, wech mitte Pullen, ey." Wir also wieder raus, Bier ausgelutscht und wieder rein gewankt, schöner wurde der Laden davon aber auch nicht. Das Bier war unglaublich teuer, irgendwann rannte ne Nackte durch den Raum und streichelte unserem Oberjunggesellen am Kinn, der die Nackte wie ein Wilder betatschen wollte, besoffen wie er war, die blökte ihn daraufhin an, dass ohne Moneten nich mal Anfassen drin wär, der Muskeltyp an der Bar langte unter die Theke, wahrscheilich wollte er schon ne Pumpgun rausholen. Der Banker peilte nix mehr, zog sein Portemonnaie raus und wollte die Scheine auf den Tisch packen, wir packten den armen Irren am Kragen und zerrten ihn raus aus der Bar. Meine Fresse, dachte ich, der will heiraten, meine Fresse, inner Woche, merkt der noch was? Ich, Anstandsdödel, hahaha. Ich ging dann ohne Gruß, die Nackte hätte ich auch gern mal angepackt, aber na ja, ich fahr mit Liz in den Urlaub, was solls. (...)
Zwischenspiel Hasenscheiße - Für eine Handvoll Köttel (Wenn die Ernsthaftigkeit sich langsam in Dispersionsfarbe auflöst.)
Unterwegs Gestern noch Erdbeeren veredeln und den Gartenzwerg ordnungsgemäß plazieren, ![]() heute dann Höhlenmalerei, der grünen Wiese den ersten Schnee verpassen, während draußen der Sommer sein Comeback feiert. Malerrolle statt Biergarten, immer irgendwie gegen den Srom. ![]() Und dann, demnächst also, die große Tournee der Büffel-Bigband, der Herr malt solange, die Dame ölt die Stimme in der hauseigenen Gesangskabine, schalldicht, JB medidiert noch einmal in Nepal und Mad Max lockert schon die Fingerchen, für den großen Eröffnungsknall. Vielleicht kommt vorher aber noch was. Und was ist mit dem Sommerloch? Im Sommerloch verschwunden? Vielleicht ein Meta-Sommerloch?
Y2K (...) aus dem Tagebuch "Darf ich das so notieren?" von Win K., Eintrag vom 07.06.2000 Irgendwann rief Liz an. Das macht sie häufiger in letzter Zeit und ich frage mich warum. Warum, fragte ich sie, aber sie wich immer aus. Warum? Ja, warum eigentlich? Liz ist ein dicker, fetter Betonklotz, der tief in meinem Kopf, in meinem Gehirn verankert ist, hineingegossen, eingeflochtenes Eisen darin und kein Sprengstoff vermag derzeit, diesen Klotz zu sprengen. Ich bin mir selbst ein Klotz am Bein. Lernen. Ich lerne nächtelang, ich lerne und lerne und lerne, morgens fiese kleine rote Schweineaugen, die mich im Spiegel anstarren, der Rest des Körpers zittert, ich lerne, lerne, lerne und wenn ich Notizen auf die leeren Blätter schreibe (ganz schief, die Buchstaben, bröckelig), geht es mir gut. Der Betonklotz im Kopf zieht mich runter. E. ist sauer auf mich. Du öffnest dich nicht, sagte sie und sie wollte doch, dass ich bleibe, mit ihr frühstücke, den Tag verbringen und ich, ich wollte es nicht. Du, wollte ich sagen, du tust mir gut. Hätte ich Liz nie kennengelernt, könnte ich dich lieben, jetzt, aber so. Nein, ich sagte das nicht, nein, E. tut mir gut und das würde sie kränken, glaube ich. Mich würde es kränken, an ihrer Stelle. Hannes ist meine beste Stütze. Wir trinken viel, lachen und heulen, fahren an die See und sitzen dann die ganze Nacht vor dem Zelt, warum schlafen? Kälte kriecht von unten die Hosenbeine hoch und wir trinken Cola-Whisky aus großen Biergläsern, einszwanzig im Supermarkt. Da muss man nicht so oft nachschenken. Hannes hat genauso viel Ahnung vom Leben wie ich, nämlich keine, Schmerz, sagt er immer wieder, andächtig, das kann man ja gar nicht beschreiben, Schmerz kennen wir doch noch gar nicht. Doch sage ich, doch, ich weiß immer noch, wie du vor der Tür standest und nur "Scheiße" sagtest, da sah man dir den Schmerz an. Doch, den kennen wir. Du, ich, wir alle. Jammern tut gut, aber jammern bringt auch keinen weiter. Irgendwie muss man das überwinden, das alles. Nur wie? Liz rief also wieder an. Ob ich Zeit hätte. Natürlich hatte ich Zeit und das wusste sie. Natürlich griff ich nach jedem kleinen Strohhalm, wollte sie sehen, ihr in die Augen schauen, vielleicht ein Zeichen erhaschen, das nicht alles verloren ist, kein Ende, vielleicht ein Anfang. Es ging ihr nicht gut und ich hatte Zeit. Drei Stunden Notaufnahme. Sieh mal, der Ausschlag. Furchtbar. Vor T. schämte sie sich, sie kannten sich doch noch nicht so lange, ich wollte sie anschreien. Bist du nicht mehr ganz richtig? Und am Ende wollen wir vielleicht noch beste Freunde bleiben? Noch ganz richtig? Ich sagte nichts. Es sah schlimm aus, Herpes oder so, gefährlich, tut höllisch weh, vielleicht auch was mit den Nerven? Bleib noch, sagte sie später und ich blieb, schaute sie an, rauchte, versuchte nicht zu jammern, nicht zu flehen, nicht zu betteln, irgendwann musste ich raus, hielt es nicht mehr aus, konnte sie nicht trösten, in ihrer Nähe sein, ich sagte nichts und ging. Später rief ich wieder an, entschuldigte mich, sie weinte. Ich will dich, sagte sie, und ich will dich nicht, sie könne sich nicht entscheiden, es sei so schwer, sagte sie, immer mit dieser ehrlich schluchzenden Stimme und ich glaubte ihr, fühlte die Zerrissenheit. Ich kann dir die Entscheidung nicht abnehmen, sagte ich, ich bin hier und warte und sie war still, schluchzte und bevor sie auflegte, fragte sie noch hecktisch, wie aus der Pistole geschossen, irgendwie vorbereitet: Willst du mit mir in den Urlaub fahren? Sprachlosigkeit. Ja, dachte ich. Nein, auf keinen Fall, gleich darauf. Nein, nein, nein. Nein. Und doch, doch, doch, dachte ich noch, kurz bevor ich einschlief. (...)
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![]() (geborgt bei flickr)
Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57 Links: ... Home ... Blogrolle (in progress) ... Themen ... Impressum ... Sammlerstücke ... Metametameta ... Blogger.de ... Spenden Archiviertes:
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