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Weckr 3.0

Es ist mal wieder Zeit für Trendbloggen. Das mach ich am liebsten morgens, da jetzt aber nicht morgens ist, sondern abends, sehr trivial, ich weiß, kommt das alles ein wenig komisch, sozusagen eine Momentaufnahme. Am besten morgen früh lesen.

Weckr 3.0
 
Mi, 16.08.2006 |  # | (1471) | 11 K | Ihr Kommentar | abgelegt: trends



 

Unzulängliche Körperteile

Es gibt Tage, da möchte ich mir diverse Körperteile einfach mal abmontieren, für kurze Zeit, in der Hoffnung, ihre gefühlte Unzulänglichkeit durch den gewollten Verlust wieder vermissen zu lassen. Versteh ich jetzt selber nicht. Heute: Die untere Gesichtshälfte, wegen des Gefühls sich immer enger ziehender Schraubzwingen (schon mein Zahnarzt riet mir zu einer Beißschiene und meinte "Zähne zusammenbeißen ist nicht immer das Wahre."), in diesem Zusammenhang auch die rechte Schulter und auch noch das rechte Bein, vom Knie abwärts, dies wegen einer weiterhin nicht feststellbaren Unzulänglichkeit. Allerdings: Wie würde ich denn aussehen, ohne diese Dinger? Und ohne untere Gesichtshälfte ließe es sich außerdem äußerst schlecht jammern. Ohne rechte Schulter mit dranhängendem Arm hier auch nur noch halb so gut. Egal. Genug gejammert.
 
Mi, 16.08.2006 |  # | (1164) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

Sonntagslethargie

Um sechs machten wir die Augen auf, sahen in die Ferne und konnten nichts als strömende Bäche aus dunklen, grauen Wolken erkennen. Wir legten uns wieder ins Bett, um bereitwillig in einen ebenso grauen Schlaf zu fallen, alle.
Später. Auch der Gang zum Bäcker brachte nichts neues, außer vielleicht ein paar Brötchen, aber die waren im Prinzip auch nicht neu, nur frisch gebacken. Seit Monaten jeden Tag die gleichen Wege. Man hat keine große Auswahl, wenn man vom immer vom gleichen Start mit dem immer gleichen Ziel ins Rennen geht. Mal versucht man es über B, dann über C, später über D, allerdings kann man morgens keine Tagestouren daraus machen, es sind nur Brötchen zu holen, die hungrige Meute wartet zu Hause und der Regen strömt immer noch in Massen. Lethargie.
Ein bisschen im Kinderzimmer wüten, interessant, dass schon die kleinsten an grausamen Schlachten interessiert sind. Haufenweise liegen Ritter im Hof der Burg, es heißt, die hielten Ritterspiele ab und "möge der Beste von euch gewinnen". Irgendwann las ich mal, dass dieses Schauspiel normal ist, Konflikte werden so ausgetragen, im Spiel, das Kinderspiel wurde ausführlich analysiert, man soll sich nicht belehrend einmischen, sondern mitmachen, Wege aufzeigen, so geht das also, mit dem lernen. Wieder was gelernt. Müssen wir uns denn überall einmischen? Draußen regnet es in Strömen. Stille.
Die Kinder erholen sich von den grausamen Schlachten und hören dabei Winnie Pooh, sozusagen ein kuschelnder Ausgleich. Die Liebste erholt sich im Entspannungsbad, epiliert und duscht und liest den neuesten Quark, ich liege auf der Couch und bekomme nicht einmal das Notebook aufgeklappt, außerdem verweigert es sich, mal wieder. Etwas Neues muss her, nicht der trendigste Quark, allerdings auch nicht der billigste Scheiß. Jahre soll das alles halten, ich frage mich, ob die Eltern immer noch diese ultraschwere Schreibmaschine im Keller haben, die mich immer so nett angelächelt hat, auf der ich stundenlang lustlos herumgetippt habe, weil mich allein die Tasten so fasziniert haben, nicht die Tatsache, dass es so einfach ist, Gedanken aufzuschreiben, einfach drauf los zu tippen, um am Ende festzustellen, dass ein paar Gedanken dabei heraus gekommen sind, die weiter gedacht werden könnten. Damals fehlte es mir an Tiefe, würde ich heute sagen, an diesem lethargischen Sonntag gibt es zuviel davon. Marathon im Fernsehen. Ich sollte Marathon laufen, allerdings würde ich nach fünf Kilometern anfangen zu denken, so richtig tief, um die Schmerzen im rechten Bein, in der Schulter, am unteren Rücken und in der hintersten Ecke der Lunge zu vergessen, würde mich dabei verhaspeln und einen viel zu langen Gedankenstrang produzieren, so wie jetzt gerade. Draußen regnet es in Strömen.
Am Abend hört es auf zu regnen, ein paar Schritte, ein paar Sprünge in tiefe Pfützen, wieder ist ein Tag vergangen, man lebt doch nicht nur, um Tage zu verbringen? Umzubringen? Kann man Tage umbringen? Ist man ein Mörder, wenn man einen Sonntag lang fast gar nichts tut, man sich selbst fesselt und die Zeit vertrödelt? Die Kinder sind müde, sie haben auch schwer geschuftet, leicht zu erkennen am Kinderzimmer, in dem sich nicht nur gefallene Ritter stapeln, sondern auch Piratenschiffe, die sich auf die Suche nach versunkenen Schätzen gemacht haben, ohne Erfolg, bisher. Zwischendurch brannte das eine Schiff, weil Römer es böserweise in Brand gesteckt hatten, mit einem Katapult und Pech und Schwefel, die schlimmen Römer, und dann kam die Feuerwehr mit ihren langen Schläuchen und am Ende feierten alle ein Fest, Ritter, Piraten, Römer, Feuerwehrleute und Politzisten, ja, auch die Cowboys und Indianer durften nicht fehlen. Was für ein Tanz.
Draußen ist es dunkel geworden, im orangenen Licht der Straßenlaternen sieht man ersten Nebel aufsteigen, die Gehwege sind wieder trocken, obwohl es den ganzen Tag geregnet hatte, ein letzter Blick zu einem schrumpfenden Mond und dann ein tiefer Schlaf, mit wachen Träumen vom anhaltenden Regen.
 
Mo, 14.08.2006 |  # | (1141) | 9 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Was der Tag denn sonst noch so bringt

Aus der Abt. "Wichtige Ansagen aus der Zentrale":

"Herr Bufflon, holen Sie die Kuh vom Eis." Ähem, ja. Ist man tatsächlich Zyniker, genau so, wenn man offensichtlich sinnlose Unterfangen ein wenig sarkastisch randbemerkt? Ich weiß ja nicht.

"Cause all you people are vampires" - In der Bahn sitzen und den Kopf hin und her wiegen, dabei mit dem rechten Fuß im Takt wippend, die Finger der linken Hand machen mit, fällt hier gar nicht auf. Alle starren auf die Anzeige der neuesten Nachrichten im U-Bahn-Unterhaltungsdisplay. Irgendwo Terroristen unterwegs?

Scheiße, wer hat mir die brennende Zigarette in die Hand gedrückt? Filed under: Kloppt den Loser in die Tonne. Fcuk.
 
Fr, 11.08.2006 |  # | (1223) | 9 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fetzen



 

Im Takt

Eilig durch ein Fernsehbild gerannt, wann werden die das senden? Sieht man dein angestrengt grübelndes Gesicht, deine Sieben-Meilen-Schritte, lang und ausladend, alles zur Seite drängend? Die Zeit drängt, jeden Tag wird alles knapper, die Routine läuft und läuft und läuft, nicht vergessen abzubremsen. Ganz langsam, denn so eine Vollbremsung tut weh, wenn der Gurt sich strafft, dich festhält, damit dein Gesicht nicht auf dem Lenkrad einschlägt, wenn der Kopf nach vorne flieht, Trägheit, und der Ruck im Rücken schmerzt, blutige Nasen kann man sich auch anders holen. Alles geht immer schneller und schneller und du regst dich immer mehr auf, wenn etwas nicht so schnell geht, wie du möchtest, die Strecke, für die der Bus jetzt 20 Minuten brauchte, schaffst du sonst in zehn, cool down, baby und abends dann ein wildes Lachen, zweisame Minuten vor einem Lego-Katalog auf dem Boden liegend, "was wir noch alles bauen müssen", wilde Verfolgungsjagd und das Bett ist ein Trampolin. Ein Lachen ein Weinen, tränenreiche Umklammerung zur Verhinderung dunkler Träume, sie wissen noch nicht, dass das dazu gehört. "Süßer", süßer gehts nicht, angenehme Süße am Abend, es ist schwer, die richtige Dosis für das Bremspedal zu finden, im Kopf ein Gewitter nach dem anderen, geht es zu schnell, tut es weh, läßt du dir zu viel Zeit, verpasst du vieles, bekommst es nicht mit, weil dein Kopf noch Meilen entfernt ist. Der Mond schaut dir keck ins Gesicht, die Müdigkeit ist wie weggeblasen, die gebremsten Gedanken dehnen sich aus, langsam, ein angenehmes Gefühl macht sich im Kopf und in der Magengegend breit, die Zeit bleibt stehen, für eine Sekunde, um mit dem nächsten Takt die Fahrt wieder aufzunehmen. Das Leben ist wie Musik, erst langsam, dann schnell, mal gezähmt, mal wild, kurze Pausen bis der Beat wieder einsetzt und am Ende, ganz am Ende, wenn alle Töne gespielt wurden, klingt die Musik aus, die Töne entfernen sich, langsam, bis zu absoluten Stille.
 
Fr, 11.08.2006 |  # | (1011) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fetzen



 

Ganz kurz und hastich

Tomte, Olli Schulz, Pale, Kettcar und alle sowieso. Warum? Ich weiß ja auch nicht. Vielleicht um es kurz mal festzuhalten oder sogar zu verschenken, denn wenn der Cabman Wörter verschenkt, schön in Scheibchen geschnitten, kann ich ja mal Musike raushauen. Hab ich aber alles nicht selbst gefunden. Jetzt aber husch, husch, weiter.

(Hatte ja noch gar keine Musike-Rubrik, schändlich, schändlich.)
 
Do, 10.08.2006 |  # | (398) | 1 K | Ihr Kommentar | 



 

Kolja und die Russischschule

"Bufflon....Bufflon....Herr Bufflon?"
"Ja? Sorry, war grad mit den Füßen im Pool."
"Urlaub is noch nicht. Hören Se mal lieber dem da zu, der erzählt wat vom Pferd."
Das stimmt, erzählte er, total enthusiastisch, war aber kein schlechtes Pferd, so insgesamt, alle haben genickt und ich auch und mitgeredet und gleichzeitig ne tolle Strategie ausgedacht, für die Pferde, die dann aber mündlich noch nicht so richtig auf den Punkt gebracht. Bin eben kein Wunderkind, kann zwar viel schreiben, aber nicht so viel reden und das liegt nicht nur an meiner für Dauerreden ungeeigneten Stimme. Aber dafür hab ich ja zehn Finger. Gleichzeitig dachte ich auch ans Bloggen, ich träumte ja vor kurzem, dass ich wie ein Wilder durch die Gegend gerannt bin, auf der Suche nach nem Gesicht und der Große hat mir dann eins auf dem Spielplatz gezeigt, aber war ja nur nen Traum. Beim Denken dachte ich so, ob ich nun erzählen sollte, dass ich Klassenclown war und sechs Mal sitzen geblieben bin und mich trotzdem immer noch durchgewurschtelt habe, aber das ist ja die unglaubwürdige Version. Die andere gibts hier.
 
Do, 10.08.2006 |  # | (660) | 18 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Zeitungsabo-Verschenker werden immer aggressiver, die finden keinen Dummen mehr, an den sie ihre Zeitungsabos verschenken können.
Ne junge Dame, wenig bekleidet, stürzt mit Zeitung bewaffnet auf mich zu:
"Wollen Se, wollen Se, wollen Se, schenk ich Ihnen."
"Nee, lassen Se mal."
"Kommen Se, is umsonst."
"Brauch ich nicht."
Aggressives Vorchecking, ran an den Mann und flux die Zeitung in die Fäuste drücken. Nee, das geht bei mir nicht und dann ist sie auch noch sauer. Kam zum Glück der nächste Typ gleich hinter mir, dem sie das auf die gleiche Art andrehen wollte. Harter Markt. Da sind mir die "Straßenfeger"-Verkäufer lieber, da nehm ich auch mal ab und an eine. Ist aber nicht umsonst.
 
Di, 08.08.2006 |  # | (468) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Heute mal Blog mit schrägen Blogeinträgen

Gestern war gestern, eben, und ich gedachte kurzzeitig an das "Institut für schräge Gedanken", dass ich irgendwann mal ganz heimlich besetzen wollte, alles Blödsinn. Dann dachte ich daran, dieses Blog in "Blog mit schrägen Blogeinträgen" umzubenennen, weil die ja die schönsten sind, wenn auch oft nur von eigennützlicher Substanz. Gelegentliches Rummeinen, dieses Wort gefällt mir übrigens sehr, kurze Anekdötchen, selten Fundstückchen, na eben schräg und nicht gradlinig und das alles kapier ich jetzt sowieso nicht. Schon komisch, wenn man sich selbst nicht mehr kapiert, denk ich. Das passiert mir oft, ich sage etwas, unbewusst, und kann es mir am Ende nicht einmal mehr selbst erklären. Wie eben jetzt und gestern, als ich mich mit einem Freund unterhielt und das Gespräch nach einer Weile ins Unbewusste abglitt und er mich Besuffski nannte, weil er meinte, ich sollte es doch mal mit elendigen Geschichten über Außenseiter versuchen, so insgesamt, ich nannte ihn Pupser, mit Freunden kann man das mal machen, die verstehen die Ironie, den Humor und dann stellten wir den Sinn des Lebens auf die Probe, er sagte nein, ich ja, klar hat es einen Sinn und das war insgesamt und unbewusst tiefsinnig, das alles und am Ende, kurz nachdem wir uns noch über die Erotik des Austernauslutschens unterhielten, waren wir selbst erschrocken, darüber. Trotzdem haben wir gelacht.

Schlecht nur, dass uns, also der Büffelin, mir und den Kälbern, gestern ein Hund vor die Tür geschissen hat. Nicht einfach nur einen Haufen, sondern einen gelblichen und stinkenden See und der Besitzer, ich vermute ja, dass es sich um eine Besitzerin handelt, hatte es nicht für nötig gehalten, uns von dieser ekelhaften Abartigkeit zu befreien. Ja, klar, das wäre kein Zuckerschlecken, schon gar nicht bei dem Gestank, ich kenne das, denn unser Hund hatte es auch schon mal nicht bis vor die Haustür geschafft und wir haben das weggemacht, leider hatten wir keinen Mundschutz parat, damals. Es geht also. Später schaute mich der eine Nachbar ganz böse an und dann den Hund und dann den See und ich meinte, seine Gedanken erraten zu können und sagte: "Klar war das unser Hund. Erst hat sie die Tür aufgebrochen, dann vor die Tür geschissen, die Tür repariert und wieder zu gemacht. Die macht das ständig, die Töle und deswegen mach ich das auch nicht mehr weg, das ekelhafte Zeugs." Natürlich hab ich das nicht gesagt, ich weiß ja nicht, ob er das verstanden hätte, also den Sinn zwischen den Zeilen, also das dies nicht ganz sooo ernst gemeint gewesen wäre, verstehen ja nicht alle solche Späße, stimmts Till? Schon gar nicht angesichts gelblicher und stinkender Seen. Andererseits hielt ich es für sinnlos, einfach "Die war das nicht." zu sagen, seine Meinung hatte er ja, das war offensichtlich, und eine Unschuldsbekundung meinerseits hätte nichts daran geändert. Also sagte ich gar nichts, lächelte, hielt mir den Mund und die Nase zu und versuchte, dem Stinkesee so gut wie möglich auszuweichen. Bjäch.

Und weil wir schon beim Thema sind, so ungefähr, hier noch ein Bildchen, für die, die eigentlich gar keine Anekdötchen lesen wollen.



Ja, genau, das ist der Wurstkoffer für kuschelige Bloggertreffen, den ich hier gesehen und dort noch nicht bestellt habe. Die dickste Wurst bekommt der Mann, das Würstchen, aber nur, weil der Cabman wollte, dass der verlinkt wird. Aber das ist jetzt auch so ein Ironieding, denk ich mal.

Und irgendwann die Woche noch eine langweilige Geschichte über mich, na klar, wie ich nämlich A-Schüler wurde, obwohl ich vielleicht gar nicht wollte und was mir das am Ende gebracht hat.
 
Di, 08.08.2006 |  # | (1656) | 14 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fetzen



 

Wo ist eigentlich der Sommer hin?

Lieber schwitzen und in schlabbrigen Flip-Flops rumrennen, als mit Regenschirm und Socken in den Schuhen. Interessant allerdings, was man mit einem Stöckchen und einem rosa Hemdchen, dass allerdings ganz unauffällig ist, so anstellen kann. Ich bau grad schon mal meine Theke auf und erzähle die erste geheime Blogger-Bar-Geschichte aus der Reihe "Leben, die sonst eh keinen interessiert hätten". Von damals noch, als ich Nicht-Blogger war und ein echtes Leben hatte. ;-)
 
So, 06.08.2006 |  # | (831) | 10 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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