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Vereinzelt

99% der Suchanfragen über die Suchmaschinen dieser virtuellen Welt haben irgendwas mit ficken zu tun. Je abartiger, dester interessanter. Interessant ist auch, dass intime Körperkontakte hier eine eher untergeordnete Rolle spielen. Trotzdem landen immer wieder Körperkontaktsüchtel auf diesem bedeutungslosen Blog. Liebe Körperkontaktsüchtel, wenden Sie sich doch bitte an die schier unendliche Masse von Privatpornosammlungen, die immer irgendwie wie youtube heißen. Dort werden Sie eindeutiger in das Thema eingeführt.

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Übrigens kann man das alles auch ganz ohne Stasi-Überwachungscounter herausfinden. Über die Referrerliste. Aber egal. Machen doch eh alle, was sie wollen.

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Schlager im Ohr, das ist nicht schön. Christian Anders, besonders.

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Als ich "Tiefbau-Ingenieur" las, spürte ich eine magische Anziehungskraft. Wie es wohl wäre, würde ich als "Tiefbau-Ingenieur" meine Brötchen verdienen, als Chefstraßenaufbuddler, als leitender Rohrverleger, als staatlich anerkannter Gräbenausschachter, als Kenner sämtlicher Bodenverhältnisse der Stadt, ja, eine schmutzige Arbeit, aber auch, irgendwie, anziehend. Das Kind im Manne träumt von überdimensionalen Baggern mit riesigen Schaufeln. Mann ist ja meistens Kind.

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Fluchend kommt sie nach Hause. Aber, sage ich, immer ruhig, aber sie schaut mich an, wie ein sibirischer Tiger seine Beute, kurz vor dem Sprung. Nun ja, fabuliere ich später, das ist natürlich keine Personalentwicklung, das ist Hühnerkacke. Die Klugen bestrafen und die Dummen belohnen. Aber das hilft ja auch keinem weiter. Fabulieren war schon immer dämlich, einfach mal, nun ja, mit der Faust auf den Tisch oder mit dem nackten Arsch ins Gesicht. Nicht getadelt ist Lob genug, das ist deutsche Führungsqualität.

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Niemand weiß so wirklich, wie viel die Rettung der Hypo Real Estate den Steuerzahler tatsächlich kostet. Geht man von 100 Milliarden Euro aus, entspricht das ungefähr 35% der geplanten Ausgaben des gesamten Bundeshaushalts 2008 (q). Man hört, dass ohne dieses Geld das gesamte Finanzsystem zusammengebrochen wäre. Wenn man es also schafft, irgendwie ganz groß zu werden, sich aufzublähen und ordentlich fremdes Geld in schwer zu durchschauende Geschäfte zu stecken, ist man weltweit Vollkasko versichert. Angesichts dieser Tatsachen, finde ich den Vorschlag, die Rettung des Finanzsystem von den hauptsächlichen Financiers des Finanzsystems bezahlen zu lassen, nun ja, wirklich interessant. Eine Mehrwertsteuererhöhung dagegen dürfte wohl kaum zu staatlichen Mehreinnahmen führen.

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Die Hausmaus Klaus schmaust in unserem Haus.

Auf dem Klo da sitzt ein Floh und beißt jedem in den Po.

(Sommerspaziergänge mit Kindern)
 
Di, 04.08.2009 |  # | (411) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 

Meine sehr verehrten Damen und Herren

AbonnentInnen, liebe Mitgliederinnen und Mitglieder der Gemeinde,

es könnte sein, dass ich hier morgen ein Foto veröffentlichen werde und/ oder ein paar belanglose Zeilen aus meinem reichlich gefüllten, aber nicht ganz so spannenden Leben - das weiß ich doch jetzt noch nicht so genau - aber um Ihre Aufmerksamkeit ein wenig auf mich zu lenken, kündige ich schon einmal an. Wir werden sehen. Also bleiben Sie dran und warten Sie bitte ruhig geduldig ab. Bitte keine Tumulte.

Herzlichsten Dank und beste Grüße

Ihr Bufflon
 
Di, 04.08.2009 |  # | (1258) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

Summertime

Der Samstagmorgen hatte etwas von südlicher Leichtigkeit. Als ich mich auf mein Radl schwang, um in Höchstgeschwindigkeit zum Backwarenhändler zu radeln, musste ich die Augen zukneifen und etwas von "gleißendem Licht" murmeln, natürlich nicht verdichtet. Jahrzehnte schon bin ich nicht mehr mit dem Radl gefahren, in diesen Jahrzehnten bildeten sich dann Speckfalten und die muskelbewehrten Beine wurden zu elefantösen Stampferchen, aber seit letztem Jahr hat sich alles verändert. Ich fahre nun also mit dem Radl zum Backwarenhändler, manchmal begleitet von dem einen oder anderen lächelnden und ständig bohrende Fragen fragenden Lausbuben, fahre die Straßen entlang, durch das gleißende Licht der Südberlizianischen Sonne, die Weinberge hoch und runter, den Schatten der Pinien genießend. Einbildung ist schließlich auch eine Bildung. Und wenn der Fahrwind dann das Hemdlein wehen lässt und die Schweißtropfen auf der Stirn gleich wieder trocknen und der Schmerz in den Oberschenkeln so langsam nachlässt, scheint alles gut, alles unschöne fern, man ist so schön einsam, im Fahrtwind, das ist die stürmische Ruhe vor dem unerträglichen Gesabbel der anderen. Ein wenig Misanthropie muss man sich schon leisten können.

Ein Sommerfest. Wie aus einem Bilderbuch, böse Menschen behaupteten, wie aus einem Ikea-Katalog, aber Halt: Hier ist nichts perfekt. Im Gegenteil. Aber man gibt sich Mühe und tanzt den "Bitte nicht regnen!" - Tanz, zur Not betet man auch, aber nur still und heimlich, auf dem Klo. Kaffee-Tafel reichlich gedeckt, mit Obsttorten der Jahreszeit entsprechend. Es fehlt nur noch der Schatten spendende Baum und die Katalogidylle wäre perfekt. Nebenan feiert Frau ein Poolparty, frau möchte die anwesenden Männer zu eigenen Gunsten umleiten, man lockt mit Wodka-Flaschen und Abriss-Ski-Hits (so wird das wohl ausgesprochen, in Berlin), aber Mann klammert sich standhaft an seine Pulle schottischen Single-Malt und erträgt die bösen Blicke der eigenen weiblichen Gemeinschaft. Ha-ha. Bevor man den obligatorischen Grill anheizt, kommt es noch zum Singel-Malt-Fachgesimpel, man erklärt mir, dass Mann mit zunehmendem Alter immer geschmacksintensivere Sorten bevorzugt, es wurde behauptet, des liege an dem steigenden Gespür für Qualität, ich vermute dagegen, dass der Mann mit zunehmendem Alter einfach seinen Geschmackssinn verliert. Mir reicht ein wenig Milde und dann gingen die Sterne auf und es war warm und blieb warm und man war auch ein wenig betrunken, vom Single-Malt, eine Sommernacht wie aus dem Bilderbuch.

Aus Versehen verkaufte mir die vietnamesische Zeitungsverkäuferin, die jeden Sonntag vor dem Backwarenhändler sitzt und beim Verkaufen ihrer meist minderwertigen Zeitungen regelmäßig einschläft, weil sie wahrscheinlich schon im frühen Morgengrauen große Pakete stinkender Boulevardblätter durch die Gegend bugsieren muss, die Sonntagsausgabe des "Tagesspiegel", den ich grundsätzlich meide. Das ungute Gefühl bestätigte sich dann auch, beim Herumliegen im gleißenden Licht des zweiten herausragenden Hochsommertages des Jahres (andere habe ich gar nicht mitbekommen), hier war nichts zu holen, was mein Herz für diesen Sonntag begehrte: Tiefgang. Vielleicht bin ich auch ignorant und voreingenommen, vielleicht auch zu anspruchsvoll, vielleicht bin ich vom Internet verwöhnt, vielleicht sind die Schauklappen zu groß und der Intellekt zu klein, vielleicht, vielleicht, vielleicht. Dann also lieber auf den Sattel schwingen und in die Pedalen treten: Hey Jungs, hey Geliebte, lasst uns um die Wette radeln, ich kenne da einen schönen Weg, im gleißenden Licht der Südberlizianischen Sonne, mit Weinbergen und Weingütern, lasst uns den kühlen Schatten der Pinien genießen.
 
Mo, 03.08.2009 |  # | (495) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Man murmle es jeden Abend bei einer kühlen Flasche Bier

Nicht zu bloggen ist auch keine Lösung.
 
Fr, 31.07.2009 |  # | (720) | 1 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

Vereinzelt

Der Tag fängt doch schon gut an, wenn man sich heißes Wasser über die Finger schüttet, ach was, heißes Wasser: Kochendes Wasser!

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Gelesen: Mehr Marienkäfer als Urlauber an der Ostsee? - Hey, denke ich, das ist doch genauso wie 1989. Dieses verrückte Jahr. Was man da alles erzählen könnte. Auch über Marienkäferteppiche in Strandnähe und wenn man sich setzte, setzten sie sich auch (oder waren schon da), aber natürlich sind Marienkäfer harmlos, geradezu niedlich, wenn sie einen nicht gleich gelb anpinkeln oder vor Hunger in den Arm zwicken. Wer weiß, was das in diesem Jahr für ein Herbst wird, 1989 war der ja ziemlich ähem heiß.

Sie waren am Verhungern und Verdursten und begannen sich auch gegenseitig aufzufressen. Sie vertrieben durch ihr Zwicken in die Haut sogar die Badegäste. (Wikipedia)

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Hat das Verschenken eines Fahrrades ähnlich negative Auswirkungen wie das Verschenken von Schuhen?

Wenn du Schuhe verschenken willst, bedenke, daß dir deine Liebste / dein Liebster dann möglicherweise davonlaufen wird. (Aberglaube)

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Jemand fragt mich, ob ich von der Gesetzgebung ausgenommen bin. Ist man, wenn man von der Gesetzgebung ausgenommen ist, nicht vogelfrei? Sollte ich mich dann nicht in dunklen Wäldern verstecken, mich von Beeren und Insekten ernähren und vor meinen grässlichen Häschern verstecken, statt Mails zu verschicken?

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Gebärboykott der deutschen Frauen?

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Gewinnne, Verluste, Bilanzen, Kredite, Rezession, Deflation, Inflation, Hyperinflation. Sagt jemand Hyperinflation, denke ich an ein gewaltiges Wurmloch, durch das man sich schwuppdiwupp in eine andere Galaxie hypertransportieren kann, dort ist dann alles anders, oben ist unten, links ist rechts und die dort lebenden Kopffüßler sind ganz angenehme Zeitgenossen, die sich für materielle Dinge kaum interessieren, für einen guten Text aber töten würden. Grundsätzlich sind sie aber friedlich.
 
Do, 30.07.2009 |  # | (462) | 1 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 

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Heimwerkerking.
 
Mi, 29.07.2009 |  # | (499) | 9 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 

In die große Stadt geschaut

Einen Tag lang blauer Himmel, ganz weit in der Ferne sah man eine einzelne, verwaiste Wolke ziehen, wolkenloser Sommerhimmel und dazu ein warmer Wind, der, wäre ein See in der Nähe gewesen, das Wasser gekräuselt und leichte Schaumkämme in sanften Wellen ans Ufer getragen hätte. Am nächsten Morgen dann wieder Weltuntergangsstimmung, dunkelgraue bis dunkelblaue Wolken, in der Bahn eine leichte Schwüle - Mensch und Material immer noch vom Vortag erhitzt - und draußen tobt der düstere Sommer.

Wolkenturm

Vielleicht gibt es mal wieder ein schönes Gewitter?

Überhaupt: Die Bahn. Seitdem die S-Bahn nicht mehr fährt, muss man in der sonst so angenehm stillen und verlassenen Tram stehen, mit ständig schrumpfendem Platz auskommen, in irgendeiner Ecke, sich irgendwie festhaltend im Stehen lesen. Jeder bleibt in seiner eigenen Welt und während andere an Seen leben, entspannen und bei Torte und Tee über die bessere Gesellschaft philosophieren, sitzen wir hier und beugen uns dem Los der zur Gehaltsarbeit verdonnerten Schichten, stehen pünktlich an der Haltestelle, um ja nicht die Bahn zu verpassen, man würde ja schief angeschaut, von den oberen Zehntausend aus der Chefetage, täte man den Kampfplatz für das Wohl der Unternehmung zu spät erreichen, das wäre skandalös.

Es ist auch gar nicht schlimm, ein öffentliches Nahverkehrsmittel zu besteigen, zu normalen Geschäftszeiten tut es nicht weh, natürlich ist es voll und eng und man muss seine Atemluft mit Menschen, mit denen man üblicherweise nichts zu tun hat, teilen, aber es geht vorüber. Sicher ist eine Tour im offenen Coupé angenehmer und vor allem auch erholsamer, aber was soll man tun? Der Weg nach oben ist lang und beschwerlich und, nun ja, niemand bekommt etwas geschenkt und niemand ist etwas besseres. Abgründe hier und dort, da bin ich mir sicher.

In der Bahn sitzt kaum jemand, der als Werbeträger in Frage kommen würde, keine roten Irokesen, keine iPhoneaddicts, niemand weiß hier, was der Appstore ist, hier brauchen nur die Damen mit den gefährlichen Fingernägeln teure Superflatrates, um vom Alexanderplatz bis zum S-Bahnhof Marzahn mit Tina zu telefonieren, um über heiße Nächte mit Sowieso berichten zu können, der Rest schweigt und erträgt die tägliche Last des öffentlichen Nahverkehrs. Und morgen wieder werde ich auf mein Rad steigen und die frische Luft, die Kühle, den Fahrtwind genießen, werde in die Pedalen treten und frei sein, frei vom Fahrplan, frei von der stickigen Luft, frei von den vor sich hin starrenden Menschen, nur für diesen einen Tag, denn übermorgen sind wir wieder alle gleich, die Straßenbahnmitfahrer der Linie M6.

(Und was es noch so gab: Passen Sie auf Ihre Überweisungen auf. - Vergessen Sie nicht die reale Welt. - Überlegen Sie genau, wo Sie Ihren Dienstwagen abstellen.)
 
Di, 28.07.2009 |  # | (665) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: haltestellenkino



 

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Schon wieder ein Gedicht in die graue Tonne - Bitte die komfortariffreie Zone beachten! - verfrachtet, diese Verdichtungen - ohne Rüttelplatte - also das Herunterbrechen riesiger Gedankengewitter auf, nun ja, drei bis fünf Strophen oder auch Zeilen, das ist doch eine Kunst, die an mir vorüber gezogen ist, in Lichtgeschwindigkeit, und nicht einmal gewunken hat. Hallo? Ungreifbar. Überhaupt scheint Kunst nicht so einfach zu sein, wie behauptet wird - "Das kann ich doch auch!" - sondern irgendwie, schwer? Also streiche ich stundenlang Betonwände mit Bitumen ein, das ist zwar keine Kunst, dafür aber - scheinbar - nützlich und auch gedankenreinigend.
 
Mo, 27.07.2009 |  # | (487) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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