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Be Berlin
 
Mo, 31.03.2008 |  # | (650) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Berlin



 

Und dann

Und dann, am Ende, nur noch ganz weit weg, weg von allem, hin zu dem einen Ding, von dem man nie, und das meine ich wörtlich, nie für möglich gehalten hätte, dass es einen so überrumpeln könnte. Und gut, dass es dort kein Internet gibt, keine Ablenkung, kein Geschwätz. Nur das Meer.

Am Meer

[Das topic sollte 'alles alles alles' heißen. Aber was heißt das schön. Melancholie, das ist immer wieder ein Anker. Warum auch immer.]
 
Fr, 28.03.2008 |  # | (640) | 10 K | Ihr Kommentar | abgelegt: melancholie



 

Ich weiß es doch auch nicht

(Ein Gedankenspiel, die Spitze des Eisbergs, ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.)

Kinder? Da kenn ich mich aus. Als halbwegs moderner Mann. Allerdings nicht abschließend, aber wer will von sich behaupten, alles zu wissen? Im Prinzip weiß ich nichts. Seit Anfang an nicht. Müssen die so viel schlafen, wenn sie noch klein sind? Brech ich denen jetzt was, beim Windeln, ach, diese zarten Ärmchen? Womit sollen sie spielen? Sehen die mich überhaupt? Hören sie mich? Darf ich überhaupt noch laut reden? So geht das immer. Ständig fragt man sich, wie dieses oder jenes gehen soll oder man fragt andere.

Das ist meistens schlimm. Andere fragen. Da hört man Sachen, die helfen einem nicht weiter. Huch? Denkt man sich, ist das wirklich so? Oder nicht vielleicht doch ganz anders? Sie sehen, die Fragen häufen sich, tendieren irgendwann ins Unendliche und genauso die Antworten. Und Sorgen. Ständig sorgt man sich. Husten, Fieber, Schmerzen, Schreie, Weinen, auch Stille kann besorgniserregend sein, was stellen die nun schon wieder an? Und dann die Welt, in der man zwangsläufig lebt. Vor allem die Menschen. Ach, sagen manche, die Jungs, da, die haben doch dieses Syndrom, DIESE Krankheit, die sind immer so laut und erregt und man denkt: Häh? Bist du bekloppt? Du kennst die doch gar nicht. Wieder andere kommen daher und vergleichen: Erhoffter IQ des eigenen Kindes, Schuhgröße, Kopfumfang, unglaubliche Fortschritte werden angetäuscht, nur um irgendwie einen hellen Schein zu erzeugen, warum? Weil man mit sich selbst nicht zufrieden ist? Und dann wird man mal laut, hatte vielleicht nen schlechten Tag, Ärger im Büro oder so, das Kind genauso und dann geht man in den Supermarkt und das Kind hat natürlich seinen eigenen Kopf und zickt ein bisschen rum, menschlich, allzumenschlich, und dann zerrt man vielleicht ein bisschen rum am Kind und mault es an und gerade dann, ja, immer gerade dann, steht irgendjemand daneben, eine Omma oder so und weiß Bescheid. Ach, überforderte Eltern mit unerzogenem Nachwuchs, ich weiß es, ich weiß es und bei mir würde das nie nie nie nie passieren. Denkste, sag ich, denkste. Ich dachte auch mal so.

Und das wird alles nicht besser. Eher schlechter. Nach dem Kindergarten kommt die Schule und seit Generationen wollen Menschen, dass "aus Kindern mal was wird". Nur, was ist das? Sind Maurer mit Hauptschulabschluss schlechtere Menschen als hyperintelligente Mathematikprofessoren oder hochbezahlte Managerinnen mit Eliteuniabschluss? Nein, grundsätzlich nicht. Aber doch, die Leistung, die Leistung, so ist das nun mal, wird um Längen schlechter bezahlt. Ja, darum geht es wohl. Und dann noch das gesellschaftliche Umfeld, bloß nicht absteigen, herunter fallen, und das projeziert man immer auf den Nachwuchs. Deswegen muss alles, was Kinder machen, auch immer irgendwie wertvoll sein. Pädagogisch, versteht sich. Hat man irgendwo gelesen oder die Nachbarin schwärmt von dem Umgang der Kleinen mit dem Cello und wie toll sich das auf die Schulnoten auswirkt und man denkt: Oha, mein Kind, das dumme Ding, das will nur Fußball spielen oder Nintendo DS, das wird mal nen Proll mit no chance gegenüber der Cello spielenden Nachbarin. Klischee, Klischee, Klischee. So geht das den ganzen Tag und auch die ganze Nacht und das sieben Tage in der Woche, 52 Wochen im Jahr, Jahr für Jahr, für immer und ewig. Das ist so. Das ist ganz normal. Das muss so sein.

Und dann setzen die Ende auch noch ihren eigenen Kopf durch. Diese Kinder!

Komisch wird es wohl erst, wenn man sich diese Fragen nicht mehr stellt, wenn es einem egal ist, was Kinder machen, wenn einem die Kneipe näher ist, als das Kinderbett, an dem eine Geschichte zur Nacht vorgelesen werden sollte. Das ist komisch, das ist traurig. Aber, lustig würde ich mich darüber nicht machen.

[Nee, nee, aber ansonsten ist alles schön.]
 
Fr, 28.03.2008 |  # | (600) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: kinder kinder



 

Shoppingdings

Gehe heute mal zu dem Lidl mit den freundlichen Damen, aber nur mit Kamera.
 
Do, 27.03.2008 |  # | (725) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

777

Heute so gedacht, dann aber sein lassen. Hier steht ja auch schon viel. Mist. Dafür Hausarbeit. Dabei nochmals gedacht, nur so ganz kurz, steinzeitmäßig neandertalig, dies sei doch nun wirklich kein Männerdingsbums. Aber aber! Ich seh da schon die Schwarzer Alice neben meinem Bette stehen und mich Drecksau schimpfen. Nun ja, diese Phase ist allerdings schon überwunden, heutzutage, da sich Feuilletons in Feuchtgebiete verwandeln, lassen. Hu! Machen Sie nur, machen Sie,mir doch egal. Ausgleichsmasse: Handwerkliche Handarbeit! Vorher gerufen: Hinfort ihr Kinder, gebt acht, der Vater hat spitze Gegenstände in der Hand. Waren dann aber gar keine Kinder da und am Ende die Hand noch dran. Dann ein Bild gemalt, was natürlich unmöglich ist, wenn man selbst gar nicht in der Lage ist, Bilder zu malen und der sechsjährige Sohn quasi auf gleichem Niveau arbeitet. Also auch nur gedacht. Und jetzt? Egal, irgendwas ist ja immer.
 
Mi, 26.03.2008 |  # | (499) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Osterfeuer

Die Aufgeschriebenheit des Lebens. Jeden Tag ein paar Gedanken, die einfach so fielen, zur Tastatur gebracht, dieses Verfahren ist schwer durchzuhalten. Manches reduziert sich, vieles wird unwesentlich, einiges ist geheim. Es gibt immer ein paar Geheimnisse, nicht jeder muss alles wissen, nur, dass am Ostersonntag die Sonne schien, für uns, das kann jeder wissen. Und es tut mir noch nicht einmal leid. Egoismus macht sich breit, Abschottung, zum Teil auch, ja, wie soll man es sagen, Ekel? Dies scheint eine Form von Selbstbewusstsein zu sein, gepaart mit Arroganz und Sturheit, vielleicht schon eine Alterskrankheit?

Ich glaube, ich kann Multitasking. Ich bin der Multitask-King. Und ein Witzbold dazu. Finde ich. Ich kann zum Beispiel das Lenkrad eines Automobils halten und führen und gleichzeitig das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten und dabei die Zuckungen diverser Zeiger und drei Spiegel beobachten, dazu die richtige Musik auswählen und diese auch laut hören und sogar mitsingen - hört ja keiner - und dazu über den mitgesungenen Text nachdenken und dazu diese gesamte Situation zur späteren Verbloggung aufbereiten. Lernte ich jetzt noch dieses oder jenes selbstständig zu tun - wahrlich ein Mangel an Erziehung gepaart mit maskuliner Faulheit - würde sie mich wohl ein zweites Mal heiraten.

Meer. Meer. Meer. Meer. Meer. Ganz egal welches, am liebsten ein dunkles, mit tiefblauen Wolken bedrohlich überdeckt und den Wind genau in der Kapuze, so dass man sein eigenes Wort kaum versteht, ja, nicht einmal mehr reden kann, weil es schwer fällt überhaupt den Mund zu öffnen, hohe Wellen brechen sich wuchtig an vorgelagerten Seebrücken oder Steinwällen, kleine Schiffe schaukeln wie Nusschalen, drohen unterzugehen und das riesige dunkelgrüne, fast braune Ungeheuer nagt an allem, was nicht rechtzeitig fort konnte, vorzugsweise an der Küste, dem hellen Sandstrand und den hohen Klippen, bis Bäume krachend in die Tiefe stürzen. Dieses Meer also ist in meinem Kopf und Herzen, tief mittendrin und wird wohl bis irgendwann nicht mehr herauskommen.

Und Liebe. Liebe denken, fühlen, was ist das nur? Hört auf zu denken, fühlen sollt ihr, fühlen, möchte man schreien, tut es aber nicht, jemand könnte einen für verrückt erklären oder alles bezweifeln, aus Wut, Enttäuschung, Erfahrung, aber was kann denn ich dafür? Es ist doch nun einmal so wie es ist. Und am schlimmsten ist immer noch die Angst, die Angst, plötzlich alles zu verlieren, die Angst, Welten könnten zerbrechen und untergehen und das nichts mehr so ist, wie es einmal war. Hört auf zu denken, fühlt, verdammt nochmal, fühlt! (pathetisch)

Und dann so eine Art Vollkommenheit entdecken:

Ich kann nicht erwarten, den staunenden Schimmer
In ihrem zärtlichen Auge zu sehn.
Verschwindet, ihr Stunden, am besten für immer.
Die Liebste will kommen, die Welt soll vergehn.


Peter Hacks
 
Di, 25.03.2008 |  # | (449) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Grün am Donnerstag

Assoziationskommando, auf der Spur. Nachts nicht schlafen können, ungewohntes Drama. Kalter Wind um rote Nase, man kommt sich ja vor, wie ein Clown. Die Disziplin lässt wie immer zu wünschen übrig, ein Verdrängungsartist. Die eine da, dreiundzwanzig, hasst Kinder und möchte einen wohlhabenden Mann, die Frage nach der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern kann sie nicht beantworten, Hessen nicht, Sachsen-Anhalt nicht, dafür Jura-Studium, StudiVZ, aber bitte, man soll das alles nicht so ernst nehmen und von Zukunft reden wir hier nicht. Berufswunsch: Politik, SPD, na, da sind Sie ja ganz richtig gelandet, ich ja eher nicht. Nicht hinein passen wollen, können, aber Tocotronic ist bekannt, ist das der Lichtblick?

Ich weiß nicht, wieso ich euch so hasse, ein Anflug von Misanthropie oder so, ich würde mich gern anmelden, bei EinzelVZ, lasst mich alle in Ruhe und dann klingelt es schon wieder an der Tür, dann das Telefon, haut alle ab, Fresse halten, Berliner Akzent, dazu in feiner Zwirn und tolles Hemd, Hülle und Inhalt, Differenz, noch ein Stück Brötchen (Schrippe) in der linken Gesichtshälfte kleben, im Wedding fühlte er sich plötzlich ganz wohl. Das rutscht jetzt ab, in diese Psychoschiene, dabei fühle ich mich doch pudelwohl, fast und das Nachtprogramm bei Arte ist auch ganz okay. Dass ich nicht mehr rauche, beschäftigt mich aber immer noch. Wozu braucht man dann noch einen Balkon? Ach so, ja, zum drauf sitzen an lauen Sommerabenden, den Großstadt-Geräuschen lauschend plauschen, Händchen halten, lächelnd, träumend, romantisierend, Rotwein trinkend oder Bier, ja, klar, jetzt fällt es mir ein.

Und dann feinen Sand unter den Schuhen und salzige Wasserspritzer in der Luft, glatt auf der Unterlippe gelandet, vergiss ja nicht deinen Labello! Oho, aha, ich bin ja inzwischen sogar neidisch auf mich selbst und manchmal fallen mir so kleine Sätze ein, die ich mir nicht aufschreibe und wieder vergesse, ich sollte sie wahrscheinlich sofort twittern. Twitterowsky, ein geschwätziges Wesen, im nächsten Jahr auf der Leipziger Buchmesse und der Lottmann macht mich dann zum Popliteraten der nächsten Generation, next generation, next big thing und dann kauf ich mir nen Haus am Meer, schaue den ganzen Tag aus dem Fenster und warte auf den nächsten Sturm. Bis dahin: Frohe Ostern.
 
Do, 20.03.2008 |  # | (745) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: melancholie



 

Vereinzelt

Zwischen Sonnenschein und blauem Himmel mit Rückenschmerzen beschäftigt. Die ziehen so von der Schulter in den Nacken und krallen sich am Ende den Kopf, den sie laut schmatzend verspeisen, schmerzhaft und endgültig.

#
Zwei U-Bahn-Stationen gefahren, in dieser Zeit eine Geschichte ausgedacht, wie produktiv das Gehirn plötzlich sein kann, so etwas ist ja schnell dahin skizziert und prächtig bebildert, das läuft im Zeitraffer, nur das Schreiben, das hängt dem Denken nach und auf dem Weg vom Kopf zu den Fingern geht eine Menge verloren. Allerdings, ich bin nur Blogger.

#
Auf einem der Wagen ist ein Graffiti, t2b nennt man das, erinnere ich mich, top to bottom oder ist das gar ein whole car? Lange her, alles. So vieles. Aber kein Grund zu verzagen, nicht aufstecken, aufgeben, es gibt noch eine Menge zu tun.

#
10 Euro für die Kunst, zwei Bücher inklusive Versand, na, wenn das mal nix ist und dann noch bei Hugendubel vorbei, aber nicht reingehen, die Kreditkarte stecken lassen, draußen scheint nämlich die Sonne und wärmt die Hände in der Jackentasche.

#
Über Liebe:

Es wurde mir gesagt, es handle sich bei der Liebe nicht um die eingeborene Not des Mannes zum Weib, die mir nicht unbekannt war, sondern um etwas viel Höheres, Zartes, Feines, von dem man in Worten der Prosa nicht sprechen kann. Dieses schwer Beschreibbare zu finden machte ich mich auf den Weg.

Die Memoiren des Blasierten - Alfred Döblin

Das Stück endet dann aber mit dem Satz: Mein Gott, hilf meiner kranken Seele bald. Kein einfacher Weg.

#
Melancholie liegt über allem, wenn man nur will und das kann sich auch gut anfühlen, so rein bauchmäßig. Ein russisches Gefühl von elendiger Weite. Allerdings war ich noch nicht in Russland, kann das Gefühl also nicht überprüfen, sondern nur schätzen, aber fahren Sie mal von der A20 in Richtung Anklam (B199) und dann weiter nach Usedom, dann verstehen Sie vielleicht, was ich meine. (Ich habe da mal etwas vorbereitet.)

#
Streckenweise das Gefühl, etwas Besonderes machen zu müssen, etwas Abweichendes, etwas mit anderen zusammen, geistige Erbauung. Aber bekommen Sie mal die Leute zusammen. Nach der Sommerloch-Geschichte frage ich mich tatsächlich, ob man selbst diese Tipp-Geschichte überhaupt noch einmal auf die Reihe bekäme. Man wird es wohl sehen.

#
(Vielleicht sollte man aber auch alles alles alles boykottieren, was man bis vor kurzem noch relativ toll fand? Jahrelang darf China machen und tun und machen und tun und bekommen dafür auch noch dieses Symbol geschenkt, dieser Werbespiele, obwohl doch jeder weiß oder zumindest ahnen sollte, dass dort am Ende kaum etwas zimperlich vollbracht wird. Und nun schwingen wir bitte mal die Moralkeule. Jetzt also schon. Ingesamt ein ärgerliches Thema, das wütend macht.)

#
Am schönsten sind immer die Nullkommentarebeiträge. Enthaltungseinträge. Enthaltungsbloggen. Stumm lesen, stumm schreiben, hinnehmen und genießen, aber was bringt dies dem Verfasser? Nichts. Sehr schade.

[Und es gäbe noch viel mehr. Im Moment fühl ich mich wie ein machine gun.]
 
Di, 18.03.2008 |  # | (628) | 27 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 



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Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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