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[Mach mal heute was mit Sonne. Vielleicht auch das Plattencover der Erstveröffentlichung eines Typen namens a guy called bufflon, der es endlich schaffte, komisch anmutende Weblogeinträge in drei Minuten Songs full of seelentiefster Melancholie umzuwandeln. Leider war der geplante Name des Albums, made in the dark, schon von einer anderen Band besetzt und für eine Neuauflage von a pocket full of kryptonite fühlte er sich (noch) nicht stark genug.]
 
Mo, 18.02.2008 |  # | (786) | 2 K | Ihr Kommentar | abgelegt: auf der borderline nachts um halb zwei



 

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Leck-mich-Montag: Ach, macht doch alle, was ihr wollt. Ich kleide mich in zartem Rosa und tu so, als ob ich ich wäre. Auch wenn der linke Knopfkopfhörer heute überhaupt nicht ins Ohr passen möchte. Sind Ohrenöffnungen - diese Frage stellt sich ja augenblicklich - von variabler Größe? Montags ein paar Millimeter kleiner als am Donnerstag? Ach, macht doch alle was ihr wollt. Denk ich jetzt.

[In the privacy of our love, Baby, denke ich jetzt und alle anderen, na ja, du weißt schon.]
 
Mo, 18.02.2008 |  # | (495) | 5 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 

o. T.


 
Fr, 15.02.2008 |  # | (649) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: kinder kinder



 

Aus der K-Akte

Donnerstach iss Blumentach
 
Do, 14.02.2008 |  # | (877) | 1 K | Ihr Kommentar | abgelegt: hansi kasupke



 

Farbig

Grau. Farblos. Und dann das Cubix am Alex. Eine große Leinwand, darauf ein Berlinale-Dauerprogramm. Nee, denke ich, auch damit kann ich nichts anfangen und mir fällt Benn ein, der über Kunst und Kulturbetrieb sprach, das passt hier irgendwie. Diese Differenz zwischen Künstlern und dem Trara, das gern um sie herum veranstaltet wird. Ich sehe das Kino, die Bilder auf der Leinwand (es ist wohl eher so ein großer Flatscreen, aber Leinwand kommt mir passender vor) und ich sehe die uninteressierten Gesichter der Menschen an der Haltestelle. Gierig schauen sie nach einer Bahn, sie wollen unbedingt einen Platz ergattern, sitzen, schwatzen, ich höre sie allerdings nicht, denn ich schaue in das aufgeschlagene Buch auf meinen Knien oder aus dem Fenster und forme in Gedanken einen Blogbeitrag. So ist das inzwischen.

Vor dem Cubix sitzen, stehen Interessenten. Sollen sie, denke ich. Sollen sie begeistert sein, diskutieren, toll finden oder ablehnen, dafür ist Freiheit ja da. Nicht meine Welt. Ist das Ignoranz? Dummheit? Hat sich inzwischen Kleingeist in meine Hirnwindungen geschlichen? Wie sieht überhaupt meine Welt aus? Eingeschränkt. Zeitlich, sowieso. Und sonst? Ich komme ins Grübeln. Da gibt es nicht viel. Jedenfalls aus Sicht der Erlebnisgesellschaft, mein Leben ist kein Adventurepark, immer alles neu, neu, neu. Und immer mehr, viel mehr. Neu sind vielleicht die Anwandlungen der Kinder. Oder der Liebsten. Eine Krankheit vielleicht. Schwer oder nicht schwer? Väter sollten immer besorgt sein. Überhaupt, Vater, immer noch komisch. Was wird von einem erwartet? Und dann: Ärgern die dich in der Schule? Nein? Dann ist gut, denn sonst hätte ich wohl eingreifen müssen. Würdest du das wollen? Ein schwieriger Punkt. Diese und andere wichtige Überlegungen lassen nicht viel Platz für mehr. Stundenlange Besuche irgendwo, wasweißich, Galerien, Bibliotheken, schlendern und langsam sein. Ärgerlich, manchmal, und dann ab und an eine kleine Depression. Und dann stürzt man sich in Arbeit. Erledigt sogar solche, die man wochenlang vor sich hin schob, vor allem unangenehme. Ein gutes Gefühl stellt sich ein, du hast etwas getan. Wenigstens das. Ein wenig Farbe füllt inzwischen das Bild und die Bahn rauscht weiter über die altbekannten Schienen.
 
Mi, 13.02.2008 |  # | (621) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: haltestellenkino



 

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Und dann der Augenblick, in dem man merkt, dass man - nimmt man es ganz genau und schaut noch einmal ein wenig tiefer unter die Oberfläche, also der Augenblick, in dem man in die Tiefe geht und bohrt und dann die Bohrkerne wissenschaftlich auswertet - nirgendwo richtig hinein passt, dass man zwar viel anstellt, um sich anzupassen, einzupassen, sich selbst zu formen und auch formen zu lassen, aus Gründen, aber immer noch nirgendwo wirklich hinein passt, es bleiben immer ein paar Grate übrig, Überreste, die aus der Form heraus schauen, überstehen, das Ergebnis unpassend aussehen lassen. Das führt zu Verwirrung: Und ich dachte, du wärst so und so. Du bist ganz anders. Ich habe mich in dir getäuscht. Geirrt. Tasächlich ist man ist nichts Halbes, nichts Ganzes, aber nicht Nichts. Man ist, und darauf muss man bestehen, wie man ist.

[Anpassung, da könnte man ja auch anmerken, dass ja niemand muss. Das ich nicht lache. Ich bin vielleicht ein Dickkopf, aber so dick ist der Kopf nun auch wieder nicht.]
 
Di, 12.02.2008 |  # | (1006) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Hier, Berlin

Schon am Morgen hat sich dieses unbeschreibliche Berlin-Gefühl eingestellt. Eine Mischung aus Euphorie und Melancholie, herbstlich, Erinnerungen an Novembertage, die Welt scheint von einer dünnen Schneeschicht überzogen, obwohl bereits Vögel fröhlich vom Frühling singen und die Luft von einer frühlingshaften Lauigkeit erfüllt ist. Einen Großteil des Lebens in dieser Stadt verbracht, das bedeutet Zerrissenheit, gleichzeitige Liebe und Abneigung, Freude und Trauer. Ständig ist man versucht, auch nur jeden Anflug von Feindlichkeit gegen diese Stadt rigeros abzuwehren, sich schützend vor sie zu stellen, es ist doch alles nicht so schlimm, jedenfalls nicht schlimmer als anderswo, was Sie immer gegen Berlin haben, manchmal kommt es mir so vor, als gäbe es einen kollektiven, unterbewussten Beißreflex, wütende Ablehnung als Resultat engstirniger, kleinbürgerlicher Spießigkeit, aber das ist auch nur so ein Gefühl. Auf der anderen Seite gibt es diese ganz eigene Abneigung gegen diese Stadt, gegen alles andere, gegen jedes hier und jetzt, gegen Menschen, die nur so tun, als wären sie das, was sie vorgeben zu sein, Flüchtlinge, Gestrandete, von sich selbst Überzeugte, Menschen, die mir sagen, wie ich zu sein habe und dann dieses ständige müssen, müssen, müssen, das einem hier so oft vorgehalten wird und die Hektik auf den Bahnhöfen und dazu diese panische Angst, man könnte am Ende etwas verpassen oder gar out of order am Rande der Gesellschaft enden, in Neukölln oder Reinickendorf oder Marzahn. So ist das hier. Das ist das Berlin-Gefühl.

Und dann Bloggen: Man regt sich auf oder erlebt irgendwas, das einen irgendwie nur persönlich interessiert und was sonst kaum einer hören will oder freut sich über die kleinen Alltäglichkeiten oder oder oder. Und dann bloggt man einfach drauf los. Irgendwie.* Das stimmt auch heute noch und morgen auch und am Ende zählt das ganz eigene Gefühl, völlig abgehoben von allem anderen, unwichtig das, was andere scheinbar von einem erwarten, aber vielleicht erwartet auch niemand mehr etwas, ja, das wäre das Beste: Keine Erwartungshaltung, hinnehmen, was hingenommen werden kann und darf und alles andere ignorieren, ohne dabei die Offenheit zu verlieren, die ja doch notwendig ist, um neue, schöne, bewegende Dinge zu entdecken. Und jetzt weiter mit heiterer Musik (nein, aber nein, das ist hier keine Beerdigung).
 
Fr, 08.02.2008 |  # | (1266) | 10 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

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Mein Gott, was hab ich heute für ein albernes Hemd an. Aber das ist sowieso ein alberner Tag, da kann man sich auch ruhig mal im Schrank vergreifen. Besser als im Ton, ja ja ja. Sorry, manchmal bin ich ein Sonderposten.

[Wenn man lange nachdenkt, findet man so ziemlich alles albern. Am besten, Mann zieht sich dann in den örtlichen Elektroniksupermarkt zurück und stellt sich vor den ultrariesigen Flachbildschirm, um sich von den überlebensgroßen Destiny's Child gänzlich verunsichern zu lassen. Schön, morgen ist auch wieder ein Tag.]
 
Do, 07.02.2008 |  # | (1016) | 14 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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