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Lauwarme Balkonnächte, auch wenig Schlaf kann viel sein und dann: "Weißt du noch?" Ja, ich weiß alles und wenn du jetzt so vor mir sitzt, lachend, sehe ich das alles vor meinen Augen und ich weiß, ich würde nichts anders machen. Gar nichts. Alles ist gut, so wie es ist, das klingt so einfach und bedeutet doch so viel und wenn ich könnte, könnte ich jetzt ein dramatisches, romantisches Liebesgedicht aus Gedanken hauen, aber ich lache lieber mit dir und schau mit dir in den Sternenhimmel, es braucht nur ein paar Sekunden, um zu bestätigen, was ich längst schon weiß.
 
Fr, 08.06.2007 |  # | (587) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: fragmente



 

Alltäglicher Wahnsinn

Paris Hilton sitzt gar nicht im Knast. Heute sah ich sie auf der Friedrichstraße, mit so einem Sonnenrollo auf der Nase und ihrer dürren Freundin. Sie schlenderten und unterhielten sich laut (Tarnung?) über Paris Hilton: "Wie geht es ihr wohl, dort im Knast?" Sehr geschickte Ablenkung.

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Wo ist schon wieder das Kommentar-Handbuch?

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Wenn der Bauch kugelig und rund wird (Mann!), hat man dann zu viele oder zu wenige Bauchentscheidungen getroffen?

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Ob die G8 auch twittern? So?

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Ich werde alt.

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Ruby ist immer noch unsere Hymne.

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Die Erdbeeren aus dem Garten sehen bei weitem nicht so perfekt aus, wie die vom Obsthändler um die Ecke. Dafür schmecken sie zehnmal besser.
 
Mi, 06.06.2007 |  # | (661) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

Wahrnehmung, 1. Versuch

Ich lerne sehen. Ich weiß nicht, woran es liegt, es geht alles tiefer in mich ein und bleibt nicht an der Stelle stehen, wo es sonst immer zu Ende war. Ich habe ein Inneres, von dem ich nicht wußte. Alles geht jetzt dorthin. Ich weiß nicht, was dort geschieht.

(aus "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" von Rainer Maria Rilke)

Ich glaube nur, was ich sehe. Immer wieder bleibe ich an diesem Satz hängen und schränke mich damit ein. Alles ist doch relativ, denke ich auch, Zeit und Raum lassen sich verbiegen, verbiegen Gedanken am Ende die Realität? Alles ist eine Sache der Wahrnehmung. Wie oft habe ich Scheuklappen auf und sehe nur, was ich sehen will, blende bewusst oder unbewusst Dinge aus, die mir vielleicht nicht passen, die mir nicht wichtig erscheinen. Du hörst nur, was du hören willst, wie oft hörte ich das schon, obwohl ich es nicht hören wollte, aber ich muss ihr recht geben. Selektive Wahrnehmung, vielleicht kann man die Welt auch nur so ertragen? In dem man sich an wenig Schlechtem und viel Gutem festhält, verhindert man damit vielleicht den eigenen Fall, aber man schränkt sich ein, oder? Wo bleiben denn dann die neuen Perspektiven? Andere Blickwinkel? Ja, die Offenheit, sie geht doch verloren und am Ende landet man selbst in einer dieser kleinkarierten Ecken, aus Angst, Bequemlichkeit, Resignation.

Der kleine Junge steht vor mir und lacht, ab und zu hüpft er und wackelt lustig mit dem Kopf, so dass seine blonden Locken hin und her fliegen. Schau mal, ruft er, schau, der Ball, er fliegt, ganz weit. Er streckt seinen linken Arm weit nach oben über seinen Kopf und tut mit dem rechten so, als würde er den Ball werfen. Der Ball bleibt in seiner Hand und doch fliegt er, geradewegs auf das Dach des gegenüberliegenden Hauses, auf die Spitze einer in der Nähe stehenden Kastanie, irgendwann ruft er, dass er den Ball nun zum Mond geschmissen habe und lacht dabei. Ich sehe, wie der Ball fliegt und fliegt und fliegt, er ist nicht mehr aufzuhalten und schließlich landet er auf dem Mond, gleich neben dem Fußabdruck von Neil Armstrong, dass der dort oben war, kann ich kaum glauben. Vielleicht verstehe ich jetzt, sage ich zu mir, ich habe meine erste Lektion gelernt, der kleine blonde Junge verbiegt die Realität, denkt sich seine eigene, er sieht, wie der Ball fliegt, weil er es so will, er zaubert, nur für sich selbst und ich, ich lache mit ihm.
 
Di, 05.06.2007 |  # | (627) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

Ich habe Hunger. [Twittermodus]

(Früher schrob ich so etwas nicht einmal in meinen Messenger.)
 
Di, 05.06.2007 |  # | (1092) | 3 K | Ihr Kommentar | abgelegt: dinge, die die welt nicht braucht



 

"Dreht euch nicht um, die Preise gehn um."

Einen Alternativpreis für Blogliteratur erfunden. "Mach doch mal was mit nem Preis" oder "Winifred-Bufflon-Preis". Eine Jury aus weniger üblichen Verdächtigen zusammengestellt, es gab großartige Texte von Bloggern, die niemand kannte, auch einen Publikumspreis, keine Lesereise, kein Gerede von literarischer Zukunft, einfach machen und am Ende vielleicht eine Anthologie, furchtbar viel Spaß und ein kleines bisschen Ruhm für die, die sich trauten. Aufgewacht.
 
Fr, 01.06.2007 |  # | (735) | 14 K | Ihr Kommentar | abgelegt: auf der borderline nachts um halb zwei



 

ADSR


Bildquelle

Du weißt nicht, wie man das nennen könnte? Dieses Gefrickel? Woher soll ich es denn wissen? Ist das Kunst? Da fragst du mich zuviel, ehrlich, auf diesem Auge bin ich blind, zurückgeblieben, ungebildet, echt jetzt, unkultiviert und unzivilisiert. Was andere für Kunst halten, lässt mich kalt, ist für mich völlig bedeutungslos, berührt mich überhaupt nicht. Dafür schwärme ich für Dinge, die andere für albern halten, emotionslos, bedeutungslos, keine Ahnung, was nicht noch alles. Was musste ich mir nicht schon alles anhören. Und dann immer diese feuilletonistischen Ausfälle, irgendeiner betet dir immer etwas vor. Ja, das ist jetzt gerade hipp und dies und wenn ich morgen mit meinem Hintern und nem Notebook auf dem Kopf als Germanys Next Topmodel über die Kastanienallee wackeln würde, wäre genaus das vielleicht der letzte Schrei. Ich könnte sagen, dass mich das und das und noch viel mehr kalt lässt, aber das tut es nicht, im Gegenteil, es macht mir ganz feuchte Hände und rote Wangen und eine ganz belegte Stimme, weil ich das alles als ungerecht empfinde, nein, nicht ungerecht, du siehst, mir fehlen schon die Worte, nein, es ist ekelhaft. Ja, ekelhaft, das ist es. Anderen erzählen, was sie zu denken, fühlen, sehen, schmecken, hören haben, pffft. Totalitäres Gehabe irgendeiner selbst zusammen gewurschtelten Elite, Scheinintellektualismus, anderen vorschreiben, wie grün denn nun die Wiese tatsächlich ist. Pah! (Oder Pomm-Pomm-Pomm! - frei nach Detlev D! Soost) Mainstreamelite? Vorreiter einer breiigen Masse von Menschen, Millionen, die alle auf der gleichen Welle reiten, gleich denken, fühlen, sehen, hören, schmecken, riechen? Meinungsmacher für die Massen? Argh! Könnt ihr alles machen, ohne mich. Aber was reg ich mich auf, selbst erhöhen will ich mich ja auch nicht, vielleicht gehöre ich ja gar dazu? Bin Teil einer Masse. Ist mir völlig schnuppe. Echt jetzt, Und trotzdem landet man immer in irgendeinem Suppentopf. Wie damals, in der Szene, HipHop, nicht so idiotisch wie Sido oder Bushido oder dieser Frauenarzt, anders eben und trotzdem wurde man blöd angeschaut, wenn mal ab und zu andere Musik hörte, womöglich noch was mit Gitarren oder was elektronisches. Alter, ey, bistn du fürn Vogel? Hier wird gekifft, gerappt und gesprayt, das ist unsere Kultur. Fuck, dachte ich schon damals, was soll das? Nee, Leute. Ich will nur in Ruhe rumfrickeln, mein CD-Regal durchforsten oder meine Festplatte und mir nicht von so einem dahergelaufenen Penner erzählen lassen, dass das ja alles gar keine Musik sei, sonder prekariöse Kokskacke für Dumpfbacken auf crystal speed, Überreste einer längst untergegangenen Jugendkultur, liegt gleich irgendwo neben Atlantis und jetzt soll ich mir wohl noch diesen Mark Medlock anhören oder wen nicht noch alles. Nee, mein Lieber, frag mich nicht, wie man das nennen soll, Kunst oder Rumgemache oder Irgendwas 2.0, wenn es sich für dich gut anfühlt, dann mach es und lass die anderen anders sein.

ADSR ist übrigens keine Verhaltensstörung, sondern dies hier. Und auch ein Album von Simian Mobile Disco. Töne verbiegen, kann man auch mit Gedanken, tanzen und träumen und jetzt weiter mit Musik.
 
Mi, 30.05.2007 |  # | (5357) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

Blutsauger, verdammte! Erst schlürfen sie sich satt und dann hinterlassen sie auch noch Unrat. Bjäch! Und nun? Aderlass, Chemiekur und hoffen, dass das Bein nicht abfällt. Obwohl, wenn ich dann nen Holzbein hätte, würden mich die Jungs wohl respektvoll mit "Käpt'n" anreden. Dann müsste ich mir aber noch eine Augenklappe und einen vorlauten Papagei zulegen. Galgenhumor.
 
Mi, 30.05.2007 |  # | (1076) | 5 K | Ihr Kommentar | abgelegt: dinge, die die welt nicht braucht



 

Dauerhafter Rumpelstilzmodus, die Puppen tanzen nicht in meinem Takt und ich muss immer die Keule schwingen. Keulenschwingender Neandertaler, instinktives Handeln, nichts wissen. In der Nacht fiel mir der Himmel auf den Kopf und ich ertrank in tiefen, schwarzen Fluten, immer noch strömt das Wasser, jetzt aber tröpfelnd die blanke, kalte Stirn herunter und auf dem Monitor blinkt in grün die Frage: Was kommt noch? Ja, was kommt denn noch, du nerviges Ding? Das ist doch überhaupt die alles entscheidende und am Ende gar wichtigste Frage. Was kommt noch? Ach, wie gut das niemand weiß, na ja kennt man ja.
 
Di, 29.05.2007 |  # | (487) | 4 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 

Meer



Kaum bin ich hier, will ich auch schon wieder weg. Mist, verdammter, immer wieder Rumpelstilzchenmodus.
 
Fr, 25.05.2007 |  # | (654) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: schleichender wahnsinn



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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