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Alles im grünen Bereich

Ja, das Leben kann schön sein, über den Rest schweige ich mich besser aus. Anders mein Bekannter B., der mir heute den ganzen Abend lang grauselige Geschichten über Weltverschwörungen erzählte, die mich anfangs belustigten, später aber nur noch wütend machten. Egal.
Der Tag war perfekt, wirklich. Er begann nicht zu früh und ohne brennenden und puckernden Schädel, gut allerdings die Dusche im angenehm kühlen Mineralwasser, den ganzen Tag lang. Der Sonnenschein sorgte für gute Laune, Kastanien, Eicheln und Bucheckern für Vorfreude auf kommende Bastelsstunden, na ja, und über allem schwebte diese kleine neblige Wolke in Form eines Herzens, ja, kann man denn so sehr lieben, dass man sich selbst schon fast kitschig findet, aber nicht schlimm? Ich muss mich damit noch einmal ausführlicher befassen, glaube ich. Jetzt erstmal Fotos. In den Kommentaren.
 
So, 01.10.2006 |  # | (516) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: reality blogging



 

Trunknse Fazit: Die Weltz is Scheiße, das Lebn trotzdm schön. Prost und gute Nahct.
 
Sa, 30.09.2006 |  # | (514) | 2 K | Ihr Kommentar | 



 

Brenner war im Rohrkanal verstrahlt worden. So stark, dass selbst langes Duschen nichts half. Er hatte radioaktives Kobalt-60 in der Lunge. "Da haben sie mir spezielle Reizmittel gegeben und mich schnäuzen und abhusten lassen." Erst als die Instrumente Entwarnung gaben, durfte er den Kontrollbereich verlassen. Ein Mann vom Strahlenschutz sagte damals zu ihm, es sei leichtsinnig gewesen, in den Rohrkanal zu kriechen: "Wenn der Rhein steigt, steht dort schon mal alles unter Wasser. Da ist Strahlung."

Erschreckend.
 
Fr, 29.09.2006 |  # | (595) | 12 K | Ihr Kommentar | abgelegt: verstaendnisuebung



 

Erkennbarer Alterungsprozess

"Nein, Herr Bufflon, so geht das nun wirklich nicht. Sie können mir doch nicht ein Foto, dass bereits auf Ihrem in wenigen Tagen auslaufenden Personalausweis drauf ist, als aktuell verkaufen. Nicht, dass Sie nicht mehr erkennbar sind, allerdings weiß doch keiner, wie sie in 5 Jahren aussehen, wenn das Foto schon 10 wird, na und so weiter. Da müssen Sie wohl noch einmal herkommen."

Leider hat auch der Trick mit der aktuellen Lektüre, immer noch Boccaccio, in der "forever 18" - Tüte auch nicht geklappt und den Hinweis, dass ich mir in knapp fünf Jahren eine ordentliche Mähne mit Vollbart zulegen könnte und auch dann ein heute geschossenes Foto in keinster Weise aktuell wäre, erspare ich mir, die Dame war doch sonst sehr nett und die Mähne ist sowieso eher unwahrscheinlich. Trostpreis: So ein Bürgeramt vergibt auch Termine. Toll. Wirklich.
 
Do, 28.09.2006 |  # | (505) | 0 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Berlin



 

Anstatt eines kleinen gelben Klebezettels

"Ihr habt mich heute wie ein Arschloch behandelt." - Bitte einmal vor den Spiegel stellen, alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen, tief durchatmen, an all die guten Vorsätze denken, die nächtelang gewälzt, mit der Realität und der Vergangenheit fein säuberlich abgestimmt wurden, die Unterschiede klar machen, dann langsam losgehen, mit gequältem Blick, weil das die Situation ist, die in der Liste der zu vermeidenden mit "Never, never, never." markiert war, ein langer, tiefer Blick in die Augen, eine Umarmung, der Versuch einer verständlichen Erklärung und ein freudiger "Wir-sind-Kumpels" - Handeinschlag und am Ende der etwas bedröppelte Blick mit dickem Fragezeichen auf der Stirn. Einzelkinder haben es einfacher.
 
Do, 28.09.2006 |  # | (453) |  |  | abgelegt: kinder kinder



 

Zweiter Teil

7.000 Dinge sprangen gestern schon wieder durch meinen mit Depeche Mode beschallten Schädel, Erinnerungen an vergangene Zeiten, sogar ein paar vertraute Gerüche stiegen mir wieder in die Nase. Alles war plötzlich so real, dass ich während meiner nächtlichen Wanderung schon damit rechnete, an der nächsten Ecke alte Freunde wieder zu treffen. Zum Glück wurde das kein Alptraum, später, denn mit denen kann ich schwer umgehen, weil ich sie meist nicht verstehe und deshalb möglichst schnell vergessen möchte. Tröstlich zu wissen, dass ich mit diesem Gefühl nicht alleine bin. Aber nun weiter im Text.

Protokoll eines Unzufriedenen (eine Fortsetzung)

 
Mi, 27.09.2006 |  # | (694) | 7 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

Protokoll eines Unzufriedenen

U-Blogger, Befreiungsfront, Unzufriedenheit und das alles ist doch sowieso nur ein Teil des unbekannten Ganzen, von dem niemand weiß, woher es kam und wohin es uns führen wird. Deshalb protokollieren Blogger akribisch ihr tägliches Leben, so können sie später im Archiv nachblättern und sagen "Ich habe es schon immer gewusst." oder "Ich war schon auf der richtigen Spur." oder "Ich habs fotografiert." Der hier schreibende Unzufriedene gehört zu dieser Meute, allerdings weiß er nicht so richtig warum überhaupt und ob ihm der Blogpsychologe bei der Bewältigung seiner Unzufriedenheit helfen kann, ist nur noch ein weiteres fehlendes Puzzleteil im Puzzle der offenen Fragen.

Protokoll eines Unzufriedenen
 
Di, 26.09.2006 |  # | (606) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: blogosophie



 

Grrmpff.

Grau in grau. Genau. Dämlich.

Viel interessanter ist die Frage, wie man denn nun tatsächlich hier reinpasst?



Ja, ich wäre gern die Bank, die dort hinten steht, hier allerdings nicht zu sehen ist. Nicht nur wegen des recht passablen Ausblicks, bitte nicht nach hinten sehen, denn hinter den Häusern könnten sich die Überreste der hässlichen Auswüchse eines unangenehmen Systems verstecken, sondern auch wegen der Menschen, die an ihr vorbei laufen, auf ihr sitzen bleiben und rasten und sich Geschichten erzählen, die traurig sind oder komisch oder auch einfach nur schön. Sicher käme dann auch die eine oder andere Dummbratze vorbei, der man ins Arschdekollete schauen könnte oder auf das T-Shirt mit der Aufschrift "Triumph of the will", die man frech herunterschubsen und vielleicht, vor allen Dingen im Falle des letzteren, noch einen Tritt mit den gußeisernen Beinen verpassen könnte. Auch das würde wohl zum spaßigen Dasein einer Bank gehören. So könnte mir das passen, für eine Weile.

Und morgen dann das Protokoll eines Unzufriedenen. Ich geh jetzt erstmal ins Bett. Gute Nacht.
 
Mo, 25.09.2006 |  # | (1060) | 12 K | Ihr Kommentar | abgelegt: le bufflon



 



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Online seit: 08.02.2006
Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57


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