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Soll ich? Hier auf dem Esstisch liegt eine CD von einem gewissen Bob Sinclair, die heißt Goleo VI und da ist so ein Fussball spielender Löwe drauf. Der rennt eine Straße lang und grinst irgendwie komisch. Soll ich mir die wirklich mal anhören. Soll ich?
Und die Haut hing in Fetzen Ich bekomme sie nicht hin, die morgendliche Rasur. Fast immer säbel ich mir ein Stück Haut aus dem Gesicht, dicke Bluttropfen kullern mir wie Tränen über selbiges und selten ist die fiese Blutung inmitten der müden Visage schnell zu stoppen. Bekanntlich soll Übung ja den Meister machen, ein weiser Spruch, der bei mir leider ins Leere läuft, die langen Jahre nasser Rasur haben meinen Umgang mit scharfen Messern im Gesicht nicht wirklich bessern können. So muss ich es hinnehmen, dass mich die Leute auf der Straße erstaunt anschauen, ein wenig erschrocken über die kleinen klaffenden Wunden, die ich, wohl typisch Mann, selten mit einem Pflästerchen überklebe, und sich kopfschüttelnd abwenden. Natürlich hatte ich schon an andere Rasurmöglichkeiten gedacht: Trockenrasierer find ich nicht so doll, die machen die Haut immer irgendwie trocken und kaputt, Erfahrungen mit Epiliergeräten im Gesicht wollte ich eigentlich nicht sammeln und Enthaarungscreme ist scheinbar nicht wirklich für das Gesicht gemacht. So nehme ich die kleinen alltäglichen Verstümmelungen in aller Ruhe hin und versuche mein Bestes im Vermeiden solcher, entstellende Narben konnte ich bis jetzt vermeiden, und freue mich ein wenig, die Verstümmelungen, durch mangelnden Enthaarungsdrang in weiteren Körperregionen, auf mein Gesicht reduzieren zu können.
Ach nöö. ![]() Irgendwie muss ich mal weg hier. Aber ob es da auch besser ist?
Angstzustände Heute nachmittag, eine Straßenbahnfahrt des Grauens. Sie, Oma im Anfangsstadium, noch rüstig und fidel, steigt ein und setzt sich neben mich. Ok, das störte mich natürlich nicht. Aber: An ihrer Jacke befand sich ein riesiger Vogelschiss und mir wurde plötzlich Angst und Bange. War das jetzt von einer Möwe? Kann man sich diese Hühnergrippe auch vom nebenan sitzen holen? Und dann fing sie an zu wischen und zu wischen und versuchte dabei, natürlich peinlich berührt, nicht aufzufallen, mit ihren Wischattacken. Ich rutschte immer weiter ans Fenster, zeitweise hatte ich das Gefühl, mein Gesicht an der Scheibe platt wie eine Flunder zu drücken (jetzt fehlt ein Symbolbild, ich kann das gar nicht beschreiben), aber weiter weg rutschen konnte ich leider nicht. Und sie schaute mich auch noch so komisch an. Fehlte nur noch ein grantiges: "Hab ich die Pest?" Was hätte ich da antworten sollen? Als sie fertig war, wusste sie natürlich nicht wohin, mit dem Taschentuch voller Kacke. In die Tasche wollte sie wohl nicht und so ließ sie dieses kontaminierte Stück Zellstoff zwischen die Sitze fallen. Vor meine Füße. Es hätte mich nicht gewundert, wenn sie jetzt noch einen jungfräulichen Blick an die Decke geworfen hätte, inkl. einem unschuldigen Pfeifen. Und ich musste auch noch aussteigen, mich an ihr vorbei kämpfen, ohne mich dabei anzustecken, mit der Hühnerpest. So schlängelte ich mich also mit meinem Oberkörper langsam an ihrer Jacke vorbei, während ich versuchte, mit meinen Füßen das bekackte Taschentuch elegant zu umtänzeln. Irgendwie gelang es mir, aber Schweißtropfen standen auf meiner Stirn. Und endlich war ich einmal froh über die erfrischend kühle Luft dieses neverending winter in Berlin.
Frauentach Bitte hier schauen. Bin ja eher faul und muss mir so mal wieder nix selbst aus dem Kopf leiern.
Scheint wohl momentan nichts wichtigeres anzuliegen. So politisch gesehen. Große Koalition streitet über Bundestrainer
Merkelcast Es hat auch Vorteile, wenn man es ab und an einmal wagt, aus dem ewigen Trott öffentlicher Verkehrsmittel auszubrechen und sich auf eine Tour auf vier Rädern durch den schier undurchdringbaren Verkehrsdschungel der Großstadt zu machen. Man kann endlich Dinge im Radio hören, die einem auf dem heißen Stuhl in der Straßenbahn leider ständig entgehen. (Schon allein mangels tragbarem UKW-Epfängers.) Wie zum Beispiel "die Frau, die sich nicht nur fast so anhört wie Angela Merkel klingt, sondern die sich auch so anhört, was Angela Merkel so sagt und anschließend selbst was dazu zu sagen hat." Zum Glück gibts die aber auch als Podcast.
Ja ja ja Schon wieder neues Layout. Nu is Schluss. Basta.
Schön zu sehen, dass ca. 25 Jahre alte Spielzeugautos einer Firma namens "Matchbox" auch heute noch in Spielzimmern willkommen sind. "Papi, Papi, das sind doch "hot wheels"?" "Nee, die gabs damals noch nicht, das sind die einfachen Matchbox. Außerdem sind diese "hot wheels" doch solche komischen Flitzer." "Ist doch egal, kuck doch mal, das Zeichen hier hinten drauf, das sind auf jeden Fall "hot wheels."
Vögelgrippe, lag mir heute früh schon auf der Zunge, einfach so, hätte mir natürlich auch eher einfallen können. (via)
Früher habe ich Depeche Mode noch verstanden. Aber heute? Deh dah do misbalah. Que-moh-nuzh-nee? Esta booka-dee schvallov en dough cheeky-a-vunch.
Hätte ich gestern Nacht einen Fotoapparat bei gehabt, hätte ich diese wunderbar dicken Flocken, die mich in kürzester Zeit in eine Art wandelnden Schneemann verwandelt haben, im orangen Licht der Straßenlaternen aufnehmen können. Wäre wahrscheinlich nen tolles Bild geworden. Ich befürchte aber, dass sich diese Gelegenheit demnächst noch einmal bieten wird. Notiz an mich: Wenn Hunderunde, dann nur mit Kamera.
Spätestens jetzt gibt es doch gar keine Argumente mehr gegen einen Apple: Windows XP boots on MacBookPro. (itw)
Traue nie dem Schwiegervater, der dir um die Mittagszeit erst den angeblich so wunderbaren Whisky und dann den achso unvergleichbaren Cognac gepaart mit ordentlich Bier einhelfen möchte. Dahinter steckt irgendein Plan, ehrlich.
Zwischenfrage Es gibt ja diese Sammelblogs mit tollen Bildern zu verschiedensten Themen wie leckerem Essen, was mit Tieren oder Interieur aller couleur. Gibts sowas eigentlich auch für Legozeugs? Legobasteleien? Gäbs da Interessenten außer mir?
Geburtstagspartyhopping. Von A nach B nach C und irgendwann ins Bett fallen, um wieder rechtzeitig, zwischen 6 und 7, von den Kindern geweckt zu werden.
2 Minuten U-Bahn Ich gebe es zu, ich kann sie nicht leiden, diese Kontrolleure in öffentlichen Verkehrsmitteln. Immer wenn es heißt "Die Fahrscheine, bitte.", habe ich automatisch ein schlechtes Gewissen, obwohl ich weiß, dass mein Ticket sicher verwahrt in der Tasche liegt. Meistens geben sie sich ja Mühe, Freundlichkeit will ich dem Großteil von ihnen nicht absprechen, aber es gibt sie trotzdem noch, diese grimmigen Kontrollatoren, die wie Kopfgeldjäger auftreten, immer auf der Jagd nach der nächsten Prämie. Oft erkennt man normale Kontrolleure schon beim Einsteigen, sie haben dieses gewisse Etwas, das man ohne Zweifel für diesen Job braucht und können sich nicht hinter einer Fassade verstecken. Außerdem ragen meist unter ihren Jacken diese tragbaren Datendinger hervor, die sicherlich in den kommenden Jahren an Übergröße verlieren werden. Kontrollatoren sind anders, man erkennt sie nicht, sie schleichen sich an und fordern die Mitreisenden, wenn die Türen dann endlich verschlossen sind, betont unfreundlich auf, möglichst schnell ihre Fahrscheine zu zücken. Zeit ist Geld. Sie reagieren besonders gereizt auf Fragen nach ihrem BVG-Ausweis, bellen einem dann ein heiseres "Bittö." entgegen und werden plötzlich ganz genau. Da interessiert es auch nicht, wenn man gerade mal keine Hand frei hat, wenn man sich winden muss, um überhaupt an sein Ticket heran zu kommen, wenn man als absolut unbegabter Tänzer zu einer breakdance - Einlage ausholt, ein, zugegebener Maßen, wirklich komischer Moment. "Ham Se och die Trägerkarte dabei?", natürlich, hab ich und wenn ich noch einen dritten Arm hätte, könnte ich ihm diese wunderbar ins Gesicht knallen. Dann setzt man also seinen breakdance fort, bringt gekonnt eine Einlage mit Brieftasche im Mund und präsentiert dem grinsenden Kontrollator das tief in der letzten Ecke vergrabene und völlig zerknitterte Teil. Auf sein "Danke." will unweigerlich ein "Penner." folgen, aber diese Blöße geb ich mir nicht und steige einfach aus.
Ist es dieser elendig lange Winter, der mich dazu bringt, an dieser Stelle "literarisches Erbrechen" zu lesen?
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass 15 Jahre Konditionierung auf Microsoft und Konsorten eine tiefe Spur hinterlassen haben. Vielleicht gibts für Ubuntu aber auch einfach nur keinen ordentlichen Dateimanager á la Windows Commander.
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Ich warte, ich warte auf den Knüller, der mich umhaut, der sich ohne Vorwarnung in meinen Kopf bohrt, sich festsetzt und mich nie wieder los lässt. So ist das wohl, wenn man unzufrieden ist, mit allem, man keine Sonne sieht und rastlos suchend durch die Welt wabert. Traurig über 1000 Songs, die man nicht gehört hat, über 1000 Bücher, die man nicht gelesen hat, über 1000 irgendwas, das wieder einmal unbemerkt an einem vorbeigerauscht ist, weil man keine Zeit hatte, weil man es wieder nicht geschafft hat, rechtzeitig die Augen zu öffnen. ![]()
Die ganze Nacht zog er mir durch die Ohren, dieser Begriff, den ich kaum aussprechen konnte, der mir zugeflogen kam, unverhofft und vor allen Dingen unerklärt, wie ein Gorillaschnitzel. "heteronormativ". Häh? Die ganze Nacht habe ich wach gelegen, wusste nichts damit anzufangen, war wie gefesselt und konnte deshalb meine Internetzmaschine nicht anschmeißen, die vielleicht Klärung gebracht hätte. Und jetzt? Weiß ich jetzt mehr? Wird denn in dieser komischen Welt alles verwissenschaftlicht, in Begriffe gepackt, analysiert, empirisch nachgewiesen und überhaupt und tatsächlich erkannt? Und das nur wegen einer kleinen Randbemerkung. Ein Mücke, sozusagen.
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![]() (geborgt bei flickr)
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Letzte Aktualisierung: 03.06.2024, 07:57 Links: ... Home ... Blogrolle (in progress) ... Themen ... Impressum ... Sammlerstücke ... Metametameta ... Blogger.de ... Spenden Archiviertes:
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